Dienstag, 3. September 2013

"Gone girl -das perfekte Opfer-" von Gillian Flynn

Fischer-Verlag/ Scherz
571 Seiten
ISBN 9783502102229
Fischerverlag/ Scherz
Preis: 16,99€
Taschenbuch

Amy ist weg, fort, verschwunden. Die Haustür stand offen und im Wohnzimmer sieht alles nach einem Kampf aus. Heute ist ihr 5. Hochzeitstag. Und jetzt ist sie einfach nicht mehr da. Nick, ihr Mann, hat keine Ahnung, wo sie ist oder was passiert sein könnte. Schnell gerät er unter Verdacht, denn die Nachbarn haben letzte Nacht ihren Streit gehört. Und auf seinem PC entdeckt die Polizei seltsame Dinge. Auf der Suche nach Amy finden sich immer mehr suspekte Hinweise und nicht nur die Polizei fragt sich, was Nick getan hat...

Meine Meinung

Hier ist nichts, wie es scheint. Eine Frau ist verschwunden, ihr Mann wird verdächtigt, ihr etwas angetan zu haben.
Doch es ist mehr als "nur" verschwunden sein.Es ist vielmehr ein verworrenes Netz aus Manipulation und langer Vorplanung, fragt sich nur, von wem.

Der Leser erfährt sehr viel aus dem Leben der beiden bis zu dem jetzigen Ereignis. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber das ist nicht so einfach.
Doch ich kann durchaus sagen, dass das Ganze so hinterlistig und gemein ist, und voller Bösartigkeit steckt, dass es schier unglaublich ist. 
Zwischendurch fragt man sich tatsächlich, ob es möglich ist, so ein gut verpacktes Doppelleben zu führen. Auf jeden Fall ist es erschreckend und es nimmt zunächst einen Verlauf ein, den ich so nicht erwartet hatte.

Je weiter das Ganze voranschreitet, umso absehbarer wird das alles aber leider. Der Spannungsbogen geht im ständigen Auf und Ab durch das Buch, immer ist man auf der Lauer nach dem nächsten Knall.
Aber leider sind genau diese Passagen manchmal einfach zu lang und die Spannung verpufft förmlich. Dialoge und Gedankengänge könnte durchaus etwas kürzer sein, bevor sie sich "tot quatschen".
Das nimmt dem Ganzen leider ein wenig das Kribbeln. Dachte ich anfänglich noch "ach die Arme" oder "oh je so ein Unglück", waren mir beide irgendwann nur noch unsympathisch und meine Gedanken gingen eher in die Richtung "geschieht ihnen ganz recht".

Unterm Strich

Es hat mich zeitweise gefesselt, aber manchmal auch abgeschreckt. Von daher gibt es von mir unentschlossene 4 Sternthaler.

Die Autorin
Gillian Flynn wuchs in Kansas City auf. Sie arbeitete als Journalistin für den »San Francisco Examiner« und »U.S. News & World Report« und war die leitende TV-Kritikerin von »Entertainment Weekly«. Die Autorin lebt nach Stationen in Los Angeles und New York heute in Chicago.
Quelle: Fischer Autorenseite


Vielen Dank an vorablesen und den Verlag für diesen Gewinn

Sonntag, 1. September 2013

Challenge gesammelte Schätze und Zitate im August

Einen schönen Sonntag, Ihr Lieben

Ja es ist schon wieder so weit, unsere Schätze vom August zu sammeln und zu zeigen






Hier findet ihr meine Schätze

Gone girl -das perfekte Opfer- von Gillian Flynn

Seite 24
Nick hatte ein tolles Lächeln. So, wie er mich anschaute, sollte er eigentlich gelbe Zwitschervögelchenfedern aushusten.


Die Woll-Lust der Maria Dolors von Blanca Busquets

Seite 123
Die Zeit heilt alle Wunden, doch muss man anscheinend erst fünfundachtzig werden, bis man in aller Deutlichkeit erkennt, dass man, blickt man auf seinen Lebensweg zurück, besser nicht alles so wichtig genommen hätte.

Seite 164
Wie viel Zeit haben wir doch verloren..., denkt Dolors nun voller Wehmut (…) das stimmt ja so nicht ganz, Dolors, sagt sie sich streng, Zeit geht einem eigentlich nie verloren, alles ist zu irgendwas gut, alles führt irgendwo hin, alles bringt einen im Leben irgendwie weiter.


Und hier nun Eure Schätze... her damit

- Tialda von Bibliofeles
- Sylvia von Herzbücher
- Punxie von Mein kleines Sammelsurium
- Tanja und Oli von Zu den Sternen
- Kathrin von Phantasienreisen
- Hotaru von Hotaru Kago
- Horrorbiene und Steppenwolf von armariumnostrum
- Joschu von L(i)ebenswerte Seiten
- Leafea von Gegensätzliches
- Wortakrobatin von Wortsammlung
- Caro von Wint3erkind
- Wörterkatze von Wörtekatze
- Kathi von CulturalNoise

Wie sehr ich mich freue, dass doch noch einige immer dabei sind, könnt Ihr Euch garnicht vorstellen!!

Liebe Grüße, Eure Petra

"Tanz auf Glas" von Ka Hancock

Drömer-Knaur-Verlag
524 Seiten
ISBN 9783426653227
Drömer-Knaur-Verlag
Preis:19,99€
gebundene Ausgabe


Die Houston-Schwestern Lili, Priss und Lucy leben in Brinley/ Connecticut. Hier sind sie aufgewachsen, hier sind ihre Eltern gestorben.
Lucy ist eine der 3 Schwestern. Sie und Mickey sind verheiratet. Es war Liebe auf den 1. Blick. Doch diese Liebe wird immer wieder auf den Prüfstand gelegt, denn beide sind krank. Mickey hat eine bipolare psychische Störung, er wandelt ständig auf dem sehr schmalen Grat zwischen Manie und Depressionen. Nur mit Hilfe von Medikamenten kann er zeitweise normal leben. Lucy dagegen ist vor 7 Jahren an Brustkrebs erkrankt, ein Erbe ihrer Mutter, die Lucy bis zum Ende zu hause versorgt hat. Diese Erkrankung sitzt ihr sozusagen ständig im Nacken.
Lucy und Mickey haben ihr Leben recht gut im Griff, doch als eine ihrer selbstauferlegten Regeln gebrochen wird, beginnt eine Zeit, in der nicht nur ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt wird.

Meine Meinung

Das ist mal wieder so ein Buch, das ich zwischendurch mal beiseite legen musste, nicht, weil es mir nicht gefiel, sondern weil mir die Tränen die Sicht nahmen. Es ist unglaublich schön geschrieben, und so schrecklich traurig, aber gleichzeitig auch ganz wunderbar. Die Emotionen schwappen förmlich über, es gibt viele Stellen, die mich zum Lachen oder wenigstens zum Schmunzeln gebracht haben und im nächsten Moment lief mir die Nase und die Tränen kullerten.

Schaue ich mir Lucy an, sehe ich eine starke Persönlichkeit. Sie hat Durchsetzungsvermögen und eine enorme Willensstärke. Bei ihr gibt es kein Vielleicht, jedes Problem hat eine Lösung und davon lässt sie sich nicht abbringen.
Ihr Mann Mickey ergänzt sie wunderbar. Durch seine Erkrankung geht nur manchmal seine Energie mit ihm durch, und er kann nicht mehr unterscheiden zwischen Normalität und Wahnsinn, er entgleist sich förmlich selbst und kann nur im Krankenhaus wieder "entwirrt" werden. Für ihn ist es unfassbar, dass seine Frau Lucy ihn trotzdem liebt, nicht aus Mitleid, sondern um seinetwillen. Er ist ein guter "Schauspieler" und kann sich perfekt hinter seiner Psychose verstecken, und sie als Grund dafür nehmen, um sich nicht mit seinen Gefühlen beschäftigen zu müssen. Nur Lucy lässt ihm das nicht durchgehen.

Beide sind mir auf Anhieb sympathisch, vielleicht haben sie sogar einen kleinen Mitleidsbonus, denn das, was die beiden erleben müssen, geht wirklich an die Nieren.
Beim Lesen fragte ich mich oft, wie die Autorin das schreiben konnte? Ist es etwas, das sich so oder so ähnlich in ihrem Umfeld zugetragen hat? Ich hoffe nicht, denn allein die Geschichte ist kaum zu ertragen, wie tragisch müsste dann erst die Realität sein? Ja, natürlich erkranken tagtäglich Menschen an Krebs und anderen Krankheiten, aber nicht immer wird ihre Geschichte geschrieben.

Der Leser erfährt von Anfang an, wie Lucy und Mickey sich kennen gelernt haben und wie ihre gemeinsame Zeit verlief.
Die kursiv geschriebenen Anteil sind Mickeys Erzählung, der Rest ist Lucys Geschichte.

Ka Hancock hat hier ein Debüt vorgelegt, das sie nicht besser hätte schreiben können. es trifft den Leser mitten in's Herz und läßt ihn so schnell nicht wieder los.

Unterm Strich

6 Sternthaler ohne jegliche Einschränkungen und eine Empfehlung, dieses Buch zu lesen, auch wenn es weh tut.


Die Autorin
Ka Hancock, in Utah geboren, arbeitet als Krankenschwester und hat sich auf den Bereich der Psychiatrie spezialisiert. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Salt Lake City und hat vier erwachsene Kinder. "Tanz auf Glas" ist ihr Debütroman.
Quelle: Drömer-Knaur-Autorenseite

Vielen Dank an den Drömer-Knaur-Verlag und Vorablesen für dieses Leseexemplar.

Dienstag, 27. August 2013

"Schab nix gemacht" von Kai Lange

251 Seiten
ISBN 9783426786215
Drömer-Knaur-Verlag
Preis: 8,99€
Taschenbuch


Kai Lange ist Lehrer an einer Hauptschule. Was er dort erlebt, erleben mit ihm tagtäglich viele Lehrer wie er. Er ist dort gerne Lehrer, das merkt man schon, wenn er berichtet, was seine Schüler ihm so alles hinterlassen haben... verbal.
Und mit ihrem Abgang von der Schule sind die oftmals besonderen Persönlichkeiten noch lange nicht aus seinem Gedächtnis entschwunden.

Meine Meinung

Ich finde ja, zum Lehrer muss man geboren sein. Das wird hier einmal mehr ganz deutlich. Mit äußerlicher Gelassenheit gewappnet, tritt er seinen Schülern entgegen. Viele von ihnen sind amtlich lerneingeschränkt, weil zum Beispiel "schwer erziehbar". Da finde ich es umso beeindruckender, denn das, was ich hier zu lesen bekam, bringt sicher auch so manchen Pädagogen auf die Palme. Das alles nicht persönlich zu nehmen und dabei seine Schützlinge trotzdem gerecht zu unterrichten und zu benoten, erfordert meines Erachtens doch sehr viel Selbstbeherrschung.
Obwohl es reichlich zu lachen gibt, ist es eigentlich ganz schön traurig, wie die Schüler sich miteinander und ihren Eltern und Lehrern gegenüber verhalten und was sie alles von sich geben. Von Wortschatz kann da eher nicht die Rede sein, vielleicht lieber Wortmüll.

Herr Lange berichtet das Ganze aus seiner Sicht und er erzählt so, wie es passiert ist, natürlich mit dem Verweis, dass die Namen nicht den Originalen entsprechen.

Unterm Strich

Vielen Dank an den Autor für diesen tiefen, mal lustigen, mal traurigen Einblick. Dafür vergebe ich 4 Sternthaler.

Der Autor

Kai Lange, geboren 1969 am Niederrhein, ist seit vielen Jahren als Deutsch- und Erdkundelehrer an Hauptschulen im Ruhrgebiet tätig. Die Schulrealität wollte es, dass er mittlerweile auch fast alle anderen Fächer unterrichtet. Um Mathematik kam er zum Glück aller Beteiligten bis jetzt herum. Vier Tage in der Woche ist Kai Lange mit Leib und Seele Lehrer, am fünften Tag wäre er gerne Gärtner. Er hat zwei Kinder und lebt am Niederrhein.
Quelle: Drömer-Knaur-Autorenseite

Vielen Dank an den Drömer-Knaur-Verlag und Frau Dr. Esther von Bruchhausen für die Bereitstellung dieses Exemplars.

Dienstag, 20. August 2013

Krimifest in Hannover

Hallo Ihr Lieben,

Ich hab neulich Post von meiner Buchhandlung bekommen, in der die nächsten Termin für Lesungen stehen. Irgendwie habe ich letztes und vorletztes Jahr nicht so richtig mitbekommen, dass es hier ein Krimifest gab. Aber dieses Jahr hab ich es gesehn... und ich bin dabei.

Das Krimifest geht vom 17.09. bis zum 28.09. in und um Hannover und ich hab mir gerade eine Karte resevieren lassen für den Eroffnungsabend.



Die Eröffnungs-Lesung findet in der Pauluskirche statt und lesen wird unter anderem Nele Neuhaus... super!! Ich freu mich total!!!

Klickt mal hier, wenn Ihr auch eine der Lesungen näher ins Visier nehmen möchtet oder euch das Programm interessiert.

Coll finde ich, dass es da noch ein besonderes Schmankerl gibt. In unserer Strassenbahn gibt es am letzten Abend auch eine Lesung... naja eigentlich mehrere, aber dafür kann man die Karten nicht kaufen, sondern nur gewinnen... ich versuche es auf jeden Fall!

In dem oben genannten Zeitraum sind unter anderem auch Zoe Beck, Elisabeth Herrmann, Cornelia Kuhnert, Susanne Mischke, Arno Strobel und viele andere dabei!
Mal schauen, vielleicht kann ich mir noch eine 2. Lesung leisten

Ganz liebe Grüße, Eure Petra