Montag, 27. September 2010

Liebe Mail bekommen

Vor einiger Zeit habe ich hier eine Rezension zu dem Buch "Herr Knilch und Fräulein Schwester" eingestellt. Wie ich Euch mitgeteilt hatte, liebe ich dieses Buch, ich lese es ab und zu nochmal, und erfreue mich einfach daran.

Und dann bekam ich Post...

Hallo Petra,

bin auf Ihre wunderbare Seite/Blog gekommen und wollte kurz mal schreiben. Es hat mich natürlich besonders gefreut, dass Sie das Buch meines Vaters (Hansjürgen Weidlich) immer wieder gern lesen und auch so positiv vorgestellt haben. Vielen Dank! Dass es heute noch derart freundliche Reaktionen auf die „alten“ Bücher meines Vaters gibt, erfreut mich sehr. Wie Sie sich vorstellen können, bin auch ich ein Lesewurm.  - Ich wohne nach längerem Aufenthalt im Ausland wieder in Niedersachsen und bin oft in Hannover, denn mein Vater ist dort auf dem Engesohdener Friedhof beerdigt und so pflege ich sein Grab, nachdem meine Mutter vor 3 Jahren verstarb und mein Bruder sich leider aus allen familiären Angelegenheiten ausgeklinkt hat.

Ganz herzliche Grüße, Annemarie S. geb. Weidlich  (die Schwester vom Knilch)

Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie ich erstmal geguckt habe. So mit Gänsehaut und allem drum und dran. Dann sind mir ein wenig die Tränen in die Augen gestiegen, weil ich total gerührt war und es immer noch bin. Ich habe ihr sofort zurück geschrieben, und ihr berichtet, wie sehr ich mich über ihre Post gefreut habe und bekam prombt eine Antwort von ihr.
Und nachdem ich sie am Wochenende schriftlich gefragt habe, ob es ok ist, wenn ich ihre Mail hier vorstelle, hat sie dem freudig zugestimmt. 
Hallo Petra,

ich hatte vom Büro aus geschrieben und so habe ich die neue Mail erst heute Morgen gesehen, vielen Dank. Selbstverständlich können Sie meine Mail aufnehmen. Das Ganze ist für mich sehr schön, denn wer stellt schon die Bücher meines Vaters heutzutage noch vor, das können nur ganz tolle Menschen sein. Welch ein wunderbarer Zufall, dass ich Ihren Blog gefunden habe, den ich mir übrigens gleich als Favorit abgespeichert habe, damit ich so oft es geht drin lesen kann.

Gerade ist ein lieber Bekannter und Freund meines Vaters (Gerlach Fiedler) gestorben. Er hat vor langer Zeit eine lustige Fernsehserie nach Geschichten meines Vaters für den NDR als Regisseur verfilmt und mein Bruder (der übrigens Peter heißt) und ich waren damals bei den Dreharbeiten als Zuschauer dabei. Vor ein paar Jahren habe ich dann mit ihm wieder Kontakt aufnehmen können. Gerlach F. hat in seinen letzten Jahren regelmäßig in Hamburg und Lüneburg Leseabende mit Gedichten und kurzen Geschichten für einen kleinen Freundeskreis abgehalten und dabei auch mir zuliebe - mit mir vorher abgestimmte - Geschichten meines Vaters vorgelesen. Sein Publikum mochte die Geschichten und so habe ich mich auch schon dort sehr gefreut über ein dankbares Publikum.

Und jetzt ruft schon wieder die Arbeit, uff! Ihnen weiterhin viel Freude am Gestalten des Blogs!

Liebe Grüße aus Göttingen nach Hannover,
Annemarie
Und darum wollte ich Euch einfach an meiner Freude teilhaben lassen

Liebe Grüße eure Petra und ein besonderer Gruß an Annemarie, die dies bestimmt lesen wird  ;o)

Kommentare:

  1. Oh das ist ja toll! Wirklich wunderbar, was einem alles passieren kann ;)

    Kann ich mir gut vorstellen, dass Dir ein paar Freudeträne eintrinnen sind, bei solch einem liebevollen Mail.

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  2. Hallo Petra!
    Wenn ich das so lese, kommen mir fast die Tränen! Aber so ein Feedback ist schön und geht ans Herz. Deine Rezension zu den beiden Büchern sind ja auch dufte. ;) Sowieso finde ich, das alles was man mit den Händen erschaffen ist - für die Ewigkeit ist. LG Tanja

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  3. Hallo Ihr lieben, schön, eure Reaktionen zu lesen.

    @Tanja: das hast du gut gesagt -für die Ewigkeit-
    Liebe Grüße Petra

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  4. Danke! *rot werd* ;O)
    ...so und Heute mal etwas früher ins Bett falle.
    Gute Nacht!

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  5. Was so alles passieren kann:

    Gestern traf ich auf einem Stadtfest eine Dame mit dem schönen Namen Übermuth, die auf der Schlosstreppe einige Dinge ausgelegt hatte; man konnte sich nehmen was gefiel und in einen Hut geben, was man mochte. Eins war ein Buch mit dem Titel: Ich komme vom Mond – der Titel gefiel mir, und erst etwas später war mir klar, woher ich den Namen des Verfassers kannte. Natürlich von den Knilch-Büchern, die ich ich als Kind und Teenager mehr als einmal gelesen habe und die seitdem bei jedem Umzug mitkamen. Ich habe die Bücher heute noch.
    Und nun habe ich die Kurzgeschichten gleich durch und lese sie mit großer Freude an der inzwischen ungewöhnlich gewordenen Sprache und am schrägen Humor.

    Falls also nach fast drei Jahren jemand noch diesen Blog verfolgt:
    herzliche Grüße!

    Der Dame hatte ich übrigens all mein Kleingeld gegeben, mit der Folge, nachher im Supermarkt eine einzelne Zitrone mit Kreditkarte bezahlen zu müssen. Ich kam mir ein bisschen weidlich vor…

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    1. Hallo Andrea,
      vielen, vielen Dank für diese schöne Geschichte! Das freut mich sehr. Und ich bin mir sicher, dass Annemarie diesen Kommentar auch lesen wird.
      Ganz liebe Grüße, Petra

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  6. Danke, liebe Petra, dass Du mich auf diesen freundlichen Kommentar aufmerksam gemacht hast.
    Es ist für mich immer eine wahre Freude von netten Leuten zu hören, die immer noch Gefallen an den Geschichten meines Vaters haben, auch wenn die Schreibweise bereits leicht antiquiert erscheint.
    Die Kurzgeschichten aus „Ich komme vom Mond“ oder „Geschichten mit Herz“ gehören auch zu meinen Favoriten, und ich lese sie immer wieder mal neu durch.
    Erst vor kurzem war ich wieder am Grab meines Vaters in Hannover. Ich freue mich dort jedesmal über einen kleine Engelsfigur aus weißem Porzellan, die jemand dort platziert hat (ich war es jedenfalls nicht). Ich denke, er hat heute noch seinen kleinen Kreis an "Verehrern". Als Kind habe ich mich oft amüsiert über seine charmante Art und wie er jemanden in seinen Bann ziehen konnte, wenn er aus seinen Büchern - seinem Leben – erzählte.

    Ganz liebe Grüße aus Göttingen, Annemarie Tochter von Hansjürgen Weidlich)

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