Montag, 8. November 2010

"Nachts im Sägewerk" von Markus Götting

224 Seiten
ISBN 9783548373544
Ullstein-Verlag
Preis: 8,95€
Taschenbuch

Schnarchen... wer kennt das nicht? Vielleicht der eine mehr, der andere weniger. Und dann gibt es da noch Markus. Markus, der so laut schnarcht, dass man ihn selbst aus einem Zimmer voller Schnarcher herausschmeißt. Und das will wohl was heißen. Eigentlich war ihm das bis dato recht egal, doch nun hat er Lena kennengelernt. Und auf einmal ist es ihm megapeinlich. Anfangs traut Markus sich nicht, es ihr zu beichten, dass er fast einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde wert ist. Also füllt er sie ab, was das Zeug hält, damit sie schläft wie ein Bär. Doch nach einem Wellness-Wochenende fliegt alles auf.
Von nun an ist Markus Stammkunde in der Apotheke seines Vertrauens, denn er will unbedingt, dass Lena nicht nur abends neben ihm einschläft, sondern am nächsten Morgen auch dort aufwacht.
Und so beginnt eine endlose, teilweise sehr laute Tortur, die nicht nur Lena an den Rand der Verzweiflung bringt...

mein Fazit

sehr gut

Markus Götting hat dieses Buch teilweise aus eigener Erfahrung heraus geschrieben. Das Ganze ist zudem sehr gut recherchiert, was die kleinen "Hilfsmittel" aus der Apotheke betrifft. Und auch seine Erlebnisse im Schlaflabor sind gut umgesetzt. Einerseits recht witzig, teilweise aber auch schon am Verzweifeln, läßt er den Leser an seinen Experimenten teilnehmen, und zeigt dabei auch auf, dass das Leben eines Schnarches schon recht gefährlich sein kann, nicht nur, was eventuelle Mordgedanken seiner Mitmenschen betrifft. Auf charmante Art wird  auch der wissenschaftliche Aspekt abgehandelt, ohne nervig zu wirken.
Eine kleine, aber feine Lektüre für den Lesenachmittag auf dem Kuschelsofa, nett zu lesen, gespickt mit kleinen Spitzen, die der Schnarcher nun mal ertragen muß. Wer für zwischendurch ein lockeres Buch ohne all zu große Ansprüche sucht, der ist hier gut beraten.

Der Autor
Markus Götting, Jahrgang 1971, lebt in München. Nach Stationen bei der Süddeutschen Zeitung und beim SZ-Magazin arbeitet er seit 2001 beim stern, inzwischen als Reporter für das Ausland-Ressort. Für die Titelstory über sein Schnarcherleiden wurde er mit dem Europäischen Journalistenpreis der deutschen Medizinjournalisten ausgezeichnet.
Quelle: vorablesen

Ich bedanke mich herzlich bei vorablesen und dem Ullstein-Verlag  für dieses Rezensionsexemplar

Kommentare:

  1. Das Buch ist bestimmt gut, aber das wäre nichts für mich. Da ist ja nicht wirklich eine große Spannung drin, oder? Ich meine, der Typ will ja bestimmt nur aufhören zu schnarchen.

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  2. @?
    Hallo Pia, nein mit Spannung ist da nichts, höchsten mit Romantik-Krisen ;o)
    LG Petra

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  3. Ich hatte das Buch bei Vorablesen gesehen und auch rein geguckt. Mir hatten die ersten Seiten eigentlich ganz gut gefallen, aber irgendwie habe ich keinen Leseeindruck hinterlassen, sodass ich es gar nicht erst gewinnen konnte.

    Lieben Gruß,
    Svenja

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  4. Hör mir auf mit dem Sägewerk! Ich habe eins ganz in der Nähe... *lach*
    Petra du kranke liebe Nase, ich wünsche dir eine gute Nacht und wollte dir in jedem Fall noch mal sagen, dass ich mich über deine Kommentare und deine wundervollen Worte sehr gefreut habe. Ganz viele Schlummerschnuppen schick ich dir, die dir ins eins gewiss ins Ohr flüstern sollen: Sei beim nächsten Mal dabei!
    Schlummer fein ein.
    Es knuddelt dich die Tanja

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  5. @Svenja
    Vielleicht gabs ja noch etwas besseres...
    @Tanja
    Bist du deswegen sooo spät nachts noch auf ;o). Ja, wenns es in meinen Dienstplan paßt, bestimmt.

    Liebe grüße Euch allen, eure Petra

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