Donnerstag, 27. Januar 2011

Neues im Regal, -4-

Mein Postbote sagt schon garnichts mehr, wenn er mir die kleinen, wunderbaren, fest verpackten Umschläge in die Hand drückt.


Heute kam Die Woll-Lust" von Blanca Busquets an, ich hab's getauscht mit Conny von tri-tra-trüffel.
Zwei rechts, zwei links und bloß keine fallen lassen

Still sitzt sie in ihrer Ecke im Wohnzimmer und strickt emsig vor sich hin. Seit einem Schlaganfall lebt Dolors bei der Familie ihrer jüngsten Tochter Leonor. Bis auf ihren Enkel Martí behandeln die Familienmitglieder die alte Frau jedoch wie ein Möbelstück, denn sie kann nicht mehr sprechen und sich nur noch durch Gesten verständigen. Aber Dolors ist weder blind noch taub geworden. Sie hat nach wie vor einen scharfen Verstand und es zudem faustdick hinter den Ohren. Während sie für ihre 16-jährige Enkelin einen wundervollen Pullover in leuchtenden Farben strickt, entgeht ihr nichts von dem, was in dieser scheinbar normalen Familie vor sich geht. Jeder hütet hier ein Geheimnis. Nicht zuletzt Dolors selbst …
Und gestern kam "Verfahren" von Ludwig Laher aus dem Haymonverlag. Vielen Dank an Nicole Oberdanner, die es mir zugeschickt hat.
Jelena, eine Kosovo-Serbin, wird in ihrer Heimat wiederholt Opfer unvorstellbarer Gewalt. Die geht nicht vom Staat aus, sondern von enthemmten Mitgliedern der Mehrheitsbevölkerung. Schwer traumatisiert, hofft die junge Frau nach zwei Selbstmordversuchen auf einen Neuanfang in Österreich. Dort aber gerät sie in die Mühlen eines unmenschlichen Asylrechts, das seinem Namen nicht gerecht wird. Seit Monaten prägt das Thema Asyl die öffentlichen Debatten und sorgt nach jedem von den Medien aufgegriffenen Einzelfall für heftige Kontroversen. Ludwig Laher überträgt diese brandaktuelle Thematik auf eine literarische Ebene. Er erzählt die exakt recherchierte Geschichte Jelenas als roten Faden eines aufwühlenden Romans, in dessen Mittelpunkt das Justizwesen selbst steht, die Welt der Paragraphen und ihrer Anwendung, ein Spiegelbild unserer Verfassung im doppelten Wortsinn: vielschichtig, mitreißend diskret, erhellend und weit davon entfernt, komplexen Fragestellungen mit einfachen Antworten beikommen zu wollen. 

Und bei vorablesen hatte ich letzte Woche mal wieder Glück, und so kam "Das Blut der Lilien" von Jennifer Donnelly ebenfalls gestern hier an.
Ein versteinertes Herz auf der Suche nach Liebe, die unvergleichliche Kraft der Musik und eine atemberaubende Reise in die Vergangenheit. Beste Unterhaltung, Dramatik und große Gefühle von der amerikanischen Erfolgsautorin Jennifer Donnelly.
Noch einmal sah sie das Leuchten in seinen Augen, bevor er sie für immer schloss. An dem Tag, an dem ihr kleiner Bruder Truman starb, starb auch das Herz in Andis Brust. Und seit er nicht mehr da ist, ist ihr alles egal. Nur wenn sie Gitarre spielt, ahnt sie, dass es so etwas wie Gefühle noch gibt. Als sie auf einer Reise nach Paris in einem alten Gitarrenkoffer das geheimnisvolle Tagebuch einer jungen Frau findet, die einst den Kronprinzen Louis Charles betreute, weiß sie, dass ihre beiden Schicksale untrennbar miteinander verbunden sind. Denn auch die Französin konnte den Tod des geliebten kleinen Jungen nicht verhindern. Und so begleitet Andi Alexandrine auf deren gefahrvollen Wegen durch die Wirren der Französischen Revolution – in der Hoffnung, dort den Schlüssel zur Rückkehr ins Leben zu finden.
 Also dann, man gut, dass ich jetzt ein paar freie Tage geniessen darf. Ich habe viel zu tun...
Liebe Grüße eure Petra

1 Kommentar:

  1. Ich wünsch dir auch ganz viel Spaß mit dem Buch. Mich hat es ja nicht wirklich vom Hocker gerissen. Dienstag hab ich eine Mail von vorablesen bekommen. Ich darf "Die Ludwig-Verschwörung" lesen. Ich mag ja Krimis und Thriller und somit ist mit den beiden Büchern auch meine Lektüre für die näüchsten Wochen gesichert. :D

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