Samstag, 22. Januar 2011

"So unselig schön" von Inge Löhnig

432 Seiten
ISBN 9783548282084
Ullstein-Verlag
Preis: 8,95€
Taschenbuch


Vicky, eine junge Frau, die gerade eine Ausbildung zur Reisekauffrau macht, hat ein interessantes Hobby: das Fotografieren. Sie hält gerne das Ungewöhnliche fest und steigt verbotenerweise oft in Abbruchgebäude und auf alte Fabrikgelände. Überhaupt ist Vicky alles andere als gewöhnlich, eher unkonventionell und gern gegen den Strom schwimmend. Doch als sie in einer alten Brauerei eine kopflose Frauenleiche findet, ist nichts mehr wie es war. Widerwillig stellt sie der Polizei ihre Fotos zur Verfügung, doch einige behält sie zurück und unterschlägt somit evtl. wichtige Informationen. Schließlich geht sie selbst auf Erkundung, nicht wissend, was sie erwarten wird.

Kommissar Dühnfort und seine Kollegin Gina nehmen sich diesem Fall an und entdecken bald, dass es nicht nur einen solchen Fall gibt. Vor 6 Jahren wurde schon einmal eine enthauptete Frauenleiche gefunden.  Scheinbar geht es hier um einen Serienkiller. Doch noch gibt es wenige bis keine Anhaltspunkte, wer als Täter in Frage kommen könnte. Lediglich ein Klecks gelber Farbe und ein toter Schmetterling könnten hilfreich sein. Als innerhalb kurzer Zeit eine neue Leiche entdeckt wird, drängt die Zeit für Dühnfort und sein Team.

Mein Fazit

sehr gut

Auch Teil 3 dieser Reihe um HK Dühnfort hat alles, was ein guter Krimi haben sollte:
  • Tote, ja einige. 
  • Täter, ohne jede Frage. 
  • Interessante Protagonisten, auf jeden Fall. 
  • Eine "alte, neue" Liebesgeschichte. 
  • Spannung, garantiert. 
  • Viele Fragen, einige Antworten.
  • Mehrere Möglichkeiten bei der Täterauswahl.
  • Genug Gelegenheiten, die eigene Fantasy spielen zu lassen.
Ja, genau: Frau Löhnig läßt dem Leser genug Platz für eigene Ideen und Fantasy, was den Täter und sein Motiv betrifft. Die Spannung ist gleich einer Achterbahnfahrt aufgebaut, also ein ständiges Auf und Ab. Es dauert ethliche Zeit, bis man das Gefühl hat, auf der richtigen Fährte zu sein, um dann zu merken, nein... April, April, so auch nicht. Die Mitwirkenden sind sehr lebhaft dargestellt, so dass der Leser sich schnell in die Personen einfinden kann.

Zwischendurch erfahren wir immer wieder etwas aus den Gedanken des Täters, wie er die Welt sieht, wie er an sein Ziel gelangt, was ihn zu seinen grausigen Taten treibt. Er hält es in Bildern fest, die er malt. Und er malt nach einem Gedicht, in dem es um eine tote Frau geht. Dabei erfährt der Leser noch etwas über die Thematik der verschiedenen Symbole, die in gemalten Bildern zu sehen sind, wie zum Beispiel Schmetterlinge...

Vielleicht hat der eine oder andere Leser zeitweise das Gefühl von Langatmigkeit, was ich durchaus nachvollziehen kann, mich aber nicht sonderlich gestört hat. Nur manchmal hätte ich noch eine Prise mehr Spannung erwartet.

Die Autorin
Inge Löhnig hat Grafik-Design studiert und sich nach einer Karriere als Art-Directorin in verschiedenen Werbeagenturen selbstständig gemacht. Heute lebt sie als Grafik-Designerin und Autorin mit ihrer Familie bei München. So unselig schön ist der dritte Kriminalroman in der Serie mit Kommissar Dühnfort.
Quelle: vorablesen

Mein Dank gilt dem Team von Vorablesen und dem Ullstein-Verlag für dieses Exemplar

Kommentare:

  1. Hallo Petra!

    Den neuen Dühnfort muss ich unbedingt bald lesen. Deine Rezension hat mir jetzt noch mehr Lust auf dieses Buch gemacht. ;)

    Lg, Sabine

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  2. @Sabine
    Und ich muß nun doch erstmal den 1. Teil lesen. Denn bis zum 4. Teil dauerts wohl bis Dezember... laut Frau Löhnig.
    LG Petra

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