Freitag, 11. Februar 2011

"Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

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446 Seiten
Pendo-Verlag
ISBN 9783866122888
Preis: 19,95€
gebundene Ausgabe

Zwei Geschichten, wunderbar miteinander verknüpft; das ist in diesem Buch wunderbar gelungen.
Andi, ein junges Mädchen, voller Wut, Trotz und Widerwillen, seitdem sie ihren kleinen Bruder verloren hat. Er kam um, weil sie sich nicht um ihn gekümmert hat, als er sie brauchte... zumindest denkt sie das. Alle geben ihr die Schuld an diesem Unglück... zumindest meint sie das. Und so wird sie mit der Zeit unnahbar, verschliesst ihre wahren Gefühle hinter einer dicken Fassade, versteckt sich hinter ihrer Musik. Ihre Eltern sind geschieden, die Mutter leidet still, verbirgt sich hinter ihren Bildern, die sie malt... Tag und Nacht. Der Vater, ein Nobelpreisträger, geht in seiner Wissenschaft auf, hatte eh kaum Zeit für seine Familie.

Um sich auf ihre Abschlußarbeit für die Schule zu konzentrieren, nimmt ihr Vater sie kurzerhand mit nach Paris. Sie wohnen bei einem Freund, G.. Er sammelt  Gegenstände aus der Zeit der französischen Revulotion und dort entdeckt Andi einen Gitarrenkoffer, in dem ein Tagebuch verborgen ist. Es ist scheinbar ebenfalls aus der Zeit der Revolution, und so beschließt sie, es zu lesen. Es ist das Tagebuch eines jungen Kindermädchen, und auch sie hat einen kleinen Jungen verloren... den Prinzen Louis Charles. Und so beginnt ein interessantes Hin und Her zwischen dem Jetzt und dem Damals.

mein Fazit

ausgezeichnet

Jennifer Donnelly hat es auf wunderbare Art und Weise geschafft, diese beiden Geschichten aus ganz verschiedenen Zeiten so miteinander zu verbinden, dass es ein tolles Gesamtwerk geworden ist. Die Kombination aus Musik, Geschichte und Realität ist in harmonischem Einklang, die Personen sind sehr bildlich dargestellt, dass man sich schnell in sie einfinden kann. Auch das Verhalten dieser zwei jungen Frauen ist glaubhaft und realistisch nachvollziehbar. Die Autorin hat meiner Meinung nach gut recherchiert, sodass auch die Geschichte der französischen Revulotion einen anspricht, weil das Ganze sehr persönlich und menschlich dargestellt ist.
Ich hatte nicht erwartet, dass mich dieses Buch dermassen fesselt, aber ich muß zugeben, dass es mich total fasziniert hat, und ich es sehr gerne weiter empfehlen kann.

Die Autorin
Jennifer Donnelly wuchs im Staat New York auf. Ihr erster Roman »Die Teerose« gewann allein in Deutschland über hunderttausend Leserinnen. Nach »Das Licht des Nordens«, das vielfach preisgekrönt und zu einem der bestverkauften Jugendbücher Englands wurde, legte sie mit »Die Winterrose« ihren zweiten großen historischen Roman vor. Jennifer Donnelly, deren Familie aus Schottland stammt, lebt mit ihrem Mann und Sohn in Brooklyn.
Quelle: vorablesen.de

Vielen Dank an das Team von vorablesen und den Pendo-Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar

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