Sonntag, 20. Februar 2011

"Jeden Tag, jede Stunde" von Natasa Dragnic



Cover_Jeden_Tag.jpg288 Seiten
ISBN 9783421045164
Deutsche Verlags-Anstalt
Preis: 19,99€
gebundene Ausgabe



Luka und Dora, ein Paar seit ewigen Zeiten, immer und immer wieder, seit ihrer Kindheit. Und doch kein Paar, nie ganz, seit ihrer Kindheit. Sie lernen sich im Kindergarten kennen. Sie kleben zusammen, wann immer es geht. Ihre Mutter sagt, sie wären wie zwei gekochte Nudeln. Dora ist sechs, als sie wegzieht nach Paris. Und Luka wartet... auf ihrem Felsen... am Meer in Kroatien... doch Dora kommt nicht zurück. Es nutzt auch nicht, wie sonst, die Luft anzuhalten, bis er ohnmächtig wird... diesmal nicht.

Ab jetzt lebt jeder sein Leben, doch beide haben ständig das Gefühl, dass etwas fehlt. Sie vergessen einander, bis Luka wegen einer Ausstellung seiner Bilder nach Paris kommt. So finden die beiden sich wieder, doch das Glück ist nicht von Dauer, denn Luka muß zurück. Aus Vergessen wird Verdrängung, es soll einfach nicht sein. Doch bei jedem ihrer Wiedersehen wissen sie, dass sie füreinander bestimmt sind, haben sie doch verwandte Seelen, die sie miteinander verbinden. Und wie immer ist ihre Liebe von kurzer Dauer, weil einer der beiden geht.

Mein Fazit

sehr gut

Das Buch beginnt mit Kapitel 40, fast am Ende. Und doch ist es irgendwie auch ein Anfang. Der Leser begleitet die Hauptprotagonisten Dora und Luka von klein auf. Es gibt gemeinsame Zeiten der beiden, ebenso wie es getrennte Zeiten gibt. Im Wechsel, und doch zeitgleich geht ihr Leben seinen Weg über mehrere Jahre hinweg. Manchmal hatte ich dabei das Gefühl, dass der ständige Wechsel stört, weil die jeweilige Geschichte einer der beiden gerade im Fluß war. Doch mit der Zeit kann man sich auch daran gewöhnen. Beide Charakteren sind mir auf anhieb sympathisch erschienen, wobei mir Dora zeitweise mit ihrem Egoismus etwas übertrieben dargestellt wird. Die Art und Weise, wie Luka mit seinen ewigen provozierten Ohnmachtsanfällen versucht, seinen Problemen aus dem Weg zugehen, wirkt zu Beginn noch recht belustigend, erscheint im Alter aber letztendlich nur noch kindisch.
Trotzdem habe ich diese Liebesgeschichte genossen, sie läßt sich leicht lesen, und durch die sehr schön beschriebene Landschaft hatte mein Kopfkino stets ein passendes Bild vor Augen.

Die Autorin
Nataša Dragnic wurde 1965 in Split, Kroatien, geboren. Nach dem Germanistik- und Romanistikstudium in Zagreb schloss sie eine Diplomatenausbildung ab. Seit 1994 lebt sie in Erlangen und ist als freiberufliche Fremdsprachen- und Literaturdozentin tätig.
Quelle: vorablesen.de

Vielen Dank an das Team von vorablesen und DVA für dieses Rezensionsexemplar

Kommentare:

  1. Ich freue mich schon auf das Buch, ich hab's auch hier liegen (von vorablesen). Ich bin gespannt, die Leseprobe fand ich jedenfalls ansprechend :-)

    Lieben Gruß!

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  2. @Svenja, na dann viel Vergnügen, ich habe es regelrecht inhaliert.
    LG Petra

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