Montag, 11. April 2011

"Das Portal" von Elke Pistor

Das Portalca. 220 Seiten
ISBN 9783897058347
Emons-Verlag
Preis: 9,90€
Taschenbuch


Das Wahrzeichen der Stadt Köln, der Kölner Dom, steht seit eh und je. Ohne diesen Dom könnte man sich die Stadt wohl nur schwerlich vorstellen. Doch die Mauern werden erschüttert . . . der Dom ist in Gefahr.
Nia, eigentlich Appolonia, ihres Zeichens Polizistin, ist sich sicher, den Mörder ihrer Familie gestellt zu haben. Doch bei dem Versuch ihn festzunehmen, wird ihr Kollege Tim erschossen, Nia selbst ist verletzt, der Verfolgte tot.
Eigentlich möchte sie auch ihr Leben nun beenden, doch auf dem Dach des Krankenhasues lernt sie einen Mann kennen, durch den ihr im Gespräch klar wird, dass sie nicht wirklich gehen will. Im Glauben, mit einem Psychologen gesprochen zuhaben, verwirft sie ihr Vorhaben. Aber niemand außer ihr hat diesen Mann namens Eliah gesehen, und er arbeitet auch nicht im Krankenhaus, keiner kennt ihn. Doch sie sieht ihn wieder.

Aber es gibt noch eine zweite Geschichte in diesem Buch, die Geschichte von Anna. Sie spielt um 1338, zu der Zeit des Baus des Kölner Doms, an dem ihr Vater und ihr Bruder als Steinmetze beteiligt sind. Anna, ein junges Mädchen, noch unverheiratet, versucht zu helfen, wo es geht. Doch als ein kleines Mädchen an der Seitenkrankheit stirbt, weil Anna ihr nicht mehr helfen konnte, wird es schwer für sie. Schnell kann sie in den Verruf einer Hexe kommen, weil sie Dinge tut, die ihr nicht zustehen. Als sie einem Bauern das Bein wieder einrenken will, kommt ihr ein junger Mann zu Hilfe: Halei. Aber niemand kennt ihn, keiner hat ihn gesehen. Doch auch sie wird ihn wiedersehen.

Mein Fazit

ausgezeichnet

Ein wunderbares Buch, dessen Geschichte ich mich kaum entziehen konnte. Parallel verlaufen die Geschichten von Nia und Anna, mal in der Neuzeit, mal im Mittelalter. Immer wieder taucht eine Person auf, die nur die beiden wahrnehmen. Hier gefiel mir besonders die Idee und das Spiel mit den Buchstaben, mal Eliah, mal Halei. Die Verbindung der beiden Geschichten ist Elke Pistor sehr gut gelungen, zum jeweils richtigen Zeitpunkt gibt es einen Wechsel, und man ist voller Spannung, wie es weiter geht.

Die Informationen zum Bau des Doms sind sehr gut recherchiert, und sauber in den Verlauf beider Abschnitte eingearbeitet, ohne das Gefüge zu unterbrechen. Das Gesamtbild ist voller liebevoller Details, ohne dabei den Inhalt unnötig zu verlängern. Und alle Genre sind hier miteinander vereint, es fehlt weder an Romantik, noch an Krimi, und natürlich auch Historisches sowie mystische Fantasy sind vertreten. Insgesamt kommt also keinerlei Langeweile auf, und man hat das dringende Bedürfnis, das Buch so schnell wie möglich durch zulesen.

Die Autorin
Elke Pistor, Jahrgang 1967, ist in Gemünd in der Eifel aufgewachsen. Nach dem Abitur in Schleiden zog es sie zum Studium nach Köln, wo sie nach einem Zwischenstopp am Niederrhein bis heute lebt. Schon seit sie als Kind einen Steinmetz der Dombauhütte bei der Arbeit beobachten durfte, ist sie von »Kölns größter Baustelle« und ihren Geheimnissen fasziniert. Sie arbeitet als freie Seminartrainerin in der Erwachsenenbildung und leitet Schreibworkshops. Nach Kurzgeschichten und Kurzkrimis erschien ihr erster Eifel Krimi »Gemünder Blut« im Herbst 2010 im Emons Verlag. 
Quelle: Amazon

Ich möchte mich ganz herzlich bei Elke Pistor bedanken, die mir freundlicherweise das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Kommentare:

  1. Hallo !
    Ich durfte das Buch auch schon lesen und kann mich Deiner Meinung nur anschließen.
    Ein tolles Buch, dass man garnicht aus der Hand legen mag :-)

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  2. danke für deine tolle rezi, ich werd mir das buch gleich mal für meine wunschliste notieren.

    lg kerry

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  3. Hallo Ihr lieben, Danke sehr für eure Kommentare. In der Tat eine Autorin, die ich mir merken werde.
    Liebe Grüße, Eure Petra

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  4. Ich freu mich auch schon auf das Buch. Wenn das Wetter mitspielt, setze ich mich damit auf die Domtreppe und lese es dort.

    Liebe Grüße,
    Nina

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  5. Hallo Nina, ohja, das ist eine schöne Idee. Viel Vergnügen auf jeden Fall damit.
    Liebe Grüße, Petra

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