Sonntag, 24. April 2011

"Unter allen Beeten ist Ruh" von Auerbach & Keller

352 Seiten
ISBN 9783548610375
List Taschenbuch Verlag
Preis: 8,99€
Taschenbuch


Eigentlich soll Pippa Bolle ja noch eine Arbeit über den Haubentaucher übersetzen, ist schließlich ihr Beruf. Aber sie bekommt nicht die nötige Ruhe daheim, ständig ist etwas los in diesem Mehrfamilienhaus mitten in Berlin. Da kommt ihr das Angebot ihrer Freundin gerade recht. Sie kann auf den Kleingarten Karins Vaters aufpassen, der eine längere Reise plant, um neue Bekannte kennenzulernen. Gesagt, getan, ab nach Schreberwerder, einer Garteninsel mitten auf der Havel.
Pippa fühlt sich dort schnell wohl, alle empfangen sie freundlich, und die friedliche Idylle sagt ihr sehr zu. Nunja, fast friedlich- Lutz Erdmann, ebenfalls Bewohner auf Schreberwerder, will sich nach und nach alle Gartenparzellen aneignen, schließlich plant er eine großangelegte Wohlfühloase, da kann er diese kleinbürgerlichen Gärten nicht gebrauchen. Aber er hat die Rechnung ohne die Bewohner gemacht, sie wollen ihre kleinen behüteten Schätze nicht hergeben, um keinen Preis der Welt. Doch dann stirbt Dorabella, und Erdmann wittert seine erste Chance, um an ihren Garten zu kommen. Pippa ist sich sicher, das hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, und auch die anderen befürchten heimtückischen Mord. Bleibt die Frage zu klären, ob Erdmann für seine Zwecke sogar über Leichen gehen würde . . .

mein Fazit

sehr gut -ausgezeichnet

Ich muß schon sagen, dieser Krimi hat mich mal wieder sehr gut unterhalten. Das scheinbar so friedliche Kleinod mitten in Berlin beherbergt mehr Kriminalität, als man je vermuten würde. Und das Ganze ist auf so herzliche Art und Weise verpackt, da kann man einfach nur weiter lesen. Und weiter und weiter und weiter. Mit berlinerischem Charm und Witz und jeder Menge sympathischer Personen darf sich der Leser durch jeden Garten graben, vorbei an duftenden Rosen, mitten durch die Beete, hinein in ein Heckenlabyrinth und durch den Pool des Herrn Erdmann wieder hinaus. Dem weiblichen Gespür Pippas entgeht kaum ein Detail, sodass sie nicht nur ihre Arbeit über den Haubentaucher beenden, sondern auch noch hier und da etwas zur Aufklärung verzwickter Gegebenheiten beitragen kann. Und eines laßt euch gesagt sein: Der Mörder ist nicht immer der Gärtner . . . oder doch?

Die Autorinnen
Frau Auerbach lebt und arbeitet als freie Autorin im Rheingau. Sie schreibt Krimis, Kurzgeschichten, fiktionale und dokumentarische Drehbücher. Sie liebt einsame Inseln aller Längen- und Breitengrade, auf denen und über die sie schreibt. Ihre lebenslange Passion gilt Shakespeare und einem guten Glas Single Malt Whisky.

Frau Keller ist seit 2005 freie Schriftstellerin, nachdem sie u.a. als Köchin gearbeitet, Veranstaltungen organisiert, internationale Pressearbeit gemacht und Schauspieler betreut hat – natürlich nacheinander. Nach vielen Jahren im Ruhrgebiet ist sie zu ihren familiären Wurzeln zurückgekehrt und lebt jetzt an der Nordseeküste.
Quelle: vorablesen.de

Mein Dank geht an Vorablesen und den List-Verlag für dieses Rezensionsexemplar

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