Montag, 9. Mai 2011

"Ohne. Ende. Leben." von Libba Bray

560 Seiten
ISBN 9783423248792
DTV
Preis. 14,90€
Taschenbuch


Leben: die charakteristische Eigenschaft, die Lebewesen von anderen Dingen unterscheidet. 
So lautet die Erklärung aus Wikipedia.

Und um das Leben geht es in diesem Buch. Cameron, ein durchschnittlicher Jugendlicher erfährt, dass er unheilbar an der Creutzfeld-Jacob-Krankheit leidet. Mann-o-mann, für einen 16-jährigen eine Hammerdiagnose, die man nicht einfach so wegsteckt. Warum nur ausgerechnet Cameron? Und woher? Er will doch nur Musik machen und hören, einmal Sex haben mit Stacy, ab und zu mal kiffen, seine Schwester nerven, leben, eben alles, was man mit 16 so machen möchte. Und nun? Im Krankenhaus taucht Dulcie auf, ein flippiger Engel mit Springerstiefeln und sie erklärt ihm, dass er einen Mission zu erfüllen hat, damit er sich und die Welt retten kann. Dazu muß er nur Dr. X finden. . .  . Gemeinsam mit Gonzo, einem Freund aus dem Krankenhaus macht er sich auf in eine ungewisse Zukunft.

mein Fazit

sehr gut

Zu Beginn dieses Buches dachte ich mir: Ok lese ich mal, und schaue, wie es so ist. Mit gemächlichem Tempo und vielen kleinen chaotischen Schlenkern nach allen Seiten geht es voran. Irgendwie hat man das Gefühl, beim Kiffen dabei gewesen zu sein, die Geschichte dümpelt so schillernd und flippig vor sich hin. Doch als Cameron sich auf den Weg macht, um die Welt zu retten, geht es immer zügiger vorwärts. Mit witzigen Ideen, die mich an Filme wie "Per Anhalter durch die Galaxis" oder "Zurück in die Zukunft" erinnern, geht und fährt Cameron seinen Weg. Es gibt etliche Stellen, bei denen ich herzhaft lachen konnte, aber es gibt auch traurige Momente, in denen mir klar wurde, um was es hier im Grunde eigentlich geht: Leben! Nicht nur existieren, sondern Leben, lachen, dabei sein, fühlen, weinen, schreien, wütend sein, lieben. Einfach das Gefühl, nicht sang- und klanglos dazusein und irgendwann unbemerkt zu sterben. . . sondern etwas zu hinterlassen. Die Leute sollen sich an ihn erinnern, und sagen: "Hey weißt du noch, diese geile Party mit Cameron." Oder "Wow, denkst du manchmal an diesen abgefahrenen Tripp durchs Land mit ihm."
Libba Bray hat es geschafft, ein ernstes und trauriges Thema humorvoll und geschickt zu verpacken, und es so den Jugendlichen näher zu bringen. Aber auch Erwachsene sollten sich nicht davor scheuen, so ein abgedrehtes Werk in die Hand zu nehmen.

Die Autorin
Libba Bray schaffte es mit der Trilogie ›Der geheime Zirkel‹ auf die Bestsellerliste der New York Times und landete einen internationalen Erfolg. Für ›Ohne. Ende. Leben.‹ wurde sie mit dem Michael L. Printz Award ausgezeichnet. Libba Bray lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Brooklyn, New York.

Ich bedanke mich bei vorablesen und dem DTV für dieses Rezensionexemplar.

Kommentare:

  1. "Leben! Nicht nur existieren, sondern Leben, lachen, dabei sein, fühlen, weinen, schreien, wütend sein, lieben. Einfach das Gefühl, nicht sang- und klanglos dazusein und irgendwann unbemerkt zu sterben. . . sondern etwas zu hinterlassen." So schöne Worte - eine gute Erkenntnis - zu einem Buch, wo man es kaum erwartet hätte.
    Ich habe gestern "Veronika beschließt zu sterben" ausgelesen. Da macht man sich dann auch Gedanken zum Leben ...

    Schön formuliert!

    Ich schicke Dir liebe Grüße,
    Svenja

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  2. hallo Svenja, danke schön, ja das hatte ich anfangs auch nicht erwartet. Dein gerade gelesenes Buch hab ich nun auch schon öfter entdeckt, es macht auf jeden Fall neugierig.
    Liebe Grüße auch dir, Petra

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