Montag, 25. Juli 2011

"Der Frauenjäger" von Petra Hammesfahr

432 Seiten
ISBN 9783805250146
Taschenbuch
Preis: 19,95€
Wunderlich-Verlag


Er lauert ihnen auf, beobachtet sie lange, kennt ihren Tagesablauf, kennt ihre Familien. Er verabscheut Frauen, die ein liederliches Leben führen, ihre Ehemänner betrügen, sich nicht um ihre Kinder kümmern. Er entführt sie, läßt sie allein, beobachtet sie, treibt sie in den Wahnsinn.

Marlene, Annette, Ulli und Karola- 4 Frauen, die sich seit ihrer Jugendzeit kennen, beste Freundinnen also. Frei von ihnen sind verheiratet, alle haben Kinder. Sie verbringen auch jetzt noch viel Zeit miteinander, helfen sich gegenseitig, wenn Not am Mann ist. Nur Karola ist alleinerziehend, ihr Mann ist vor über 3 Jahren abgehauen und seitdem nicht wieder aufgetaucht.
Bis auf das ist bei den Frauen eigentlich alles ok, zumindest scheint es so. Doch Marlene ist unglücklich, fühlt sich überflüssig und nutzlos, weil sie nicht berufstätig ist. Sie versucht, allen zu helfen, wo sie nur kann, sogar als Andreas, Karolas Mann unerwartet wieder auftaucht.
Doch nur kurze Zeit später erwacht sie in vollkommener Dunkelheit und kann sich nicht erinnern, wo sie sich befindet und wie sie dahin gekommen ist.

Mein Fazit

weniger gut
Zu Beginn des Buches geht es gleich um den Täter. Namenlos, gesichtslos, so präsentiert er sich der Leserschaft, irgendwie farblos. Aber er hat es scheinbar faustdick hinter der Ohren. Frauen verabscheut er zutiefst, seit seine Mutter mit den Kerlen nur so durch die Betten springt. Ansonsten erfährt man leider nicht sehr viel über ihn, nicht einmal seinen Namen.
Im Verlauf geht es dann abwechselnd  um die Werdegänge der vier Freundinnen und die derzeitige, aussichtslose Situation von Marlene.

Leider muß ich sagen, dass mich dieses Buch nicht im geringsten überzeugen konnte, um in das Genre "Thriller" eingeordnet zu werden. Es fehlt einfach die Spannung, es gibt keinen Höhepunkt, nichts. Der Täter bleibt während der ganzen Zeit scheinbar unsichtbar, tritt in seiner Gestalt als Täter lediglich zu Beginn und am Ende der Geschichte auf und das auch vollkommen unspektakulär. Ich hätte mir ein wenig mehr Kribbeln gewünscht, hier und da mal eine Gänsehaut, ein Luft-anhalten. Aber leider gibt es nur Radiogeplänkel, Hausfrauendasein, hier und da mal ein wenig Arbeitswelt. Die Art, wie Petra Hammesfahr das Leben der Frauen beschreibt, ist ja ganz nett, aber sorry, von einem Thriller erwarte ich keineswegs, dass er "nett" ist. Es muß ja nicht immer Blutgespritze und Folter geben, dass es nur so trieft, aber das hier grenzt leider an seelischer Grausamkeit, nicht nur dem Opfer, sondern leider auch gegenüber der Leser.
Tut mir Leid, aber genauso wie ihr "Ein fast perfekter Plan" kann ich dieses Buch nicht weiter empfehlen.

Die Autorin
Petra Hammesfahr schrieb bereits mit siebzehn ihren ersten Roman. Seitdem schreibt sie einen Bestseller nach dem anderen. Mit ihrem Mann lebt Petra Hammesfahr in der Nähe von Köln.
Quelle: vorablesen.de

Kommentare:

  1. Jetzt weiß ich wieder, warum ich die Bücher dieser Autorin seit Jahren erfolgreich meide (hab vor Jaaahren ein "schlechtes" Buch von ihr gelesen und das war´s dann auch).

    LG, Sabine

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  2. ouh ouh ouh, das klingt aber gar nicht gut. Ich habs ja mal angelesen und den Anfang fand ich schon nicht so berauschend. Ob ich das irgendwann nochmal ganz lese, weiß ich echt nich.
    Liebe Grüße Caro

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  3. Mir ging es leider genauso...ich fand es alles andere als aufregend und keineswegs einen Thriller....schade!
    Liebe Grüße
    Martina

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  4. Hallo Ihr Drei,
    ja ich glaube, noch eins von ihr werd ich nicht mehr versuchen. Da gibt es genug andere.
    Lieben Gruß Petra

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