Montag, 8. August 2011

"Pixity - Stadt der Unsichtbaren" von Dieter Paul Rudolph

288 Seiten
ISBN 9783941654298
Conte-Verlag
Preis: 13,90€
Taschenbuch


Eine Stadt und ihre Bewohner, anonym, unbekannt, keiner weiß ob der andere so ist wie er sich hier gibt. . . das ist Pixity. Eine virtuelle Stadt im Internet, eine Seite für Kinder und Jugendliche, mit allem, was man sich nur vorstellen kann: Parks, Shops, Schwimmbad, Schule. Eigentlich sollte es den Usern die Möglichkeit geben, miteinander zu lernen, sich gegenseitig zu helfen. Doch nach und nach schleichen sich Pixies ein, die nicht die sind, die sie vorgeben: Vielmehr sind es Erwachsene mit perversen Neigungen, die den schnellen, anonymen, virtuellen Sex mit Kindern suchen, sich dabei nicht outen müssen.
Um das zu verhindern, ist der Programmierer und Mitbegründer von Pixity Bentner stets bemüht, alles im Griff zu haben. Aber wie der Satz "stets bemüht" schon sagt, ist dieses Ziel kaum zu erreichen. Bentner schleust sich als Fake in Pixity ein, um die Perverslinge gleich auszusortieren, doch die Situation entgleitet ihm immer mehr. Als es einen Mord an einem seiner Kollegen gibt, ist schnell klar, dass Pixity gefährlich ist, und nicht nur für die Bewohner dieser Stadt.

Mein Fazit

weniger gut

Ein Thema, das auf eine interessante Art und Weise hier dargestellt wird und zeigt, wie leicht es den Menschen mit abartigen Neigungen gemacht wird, ihre Perversionen ausleben zu können.

Doch leider hat Herr Rudolph eine Art zu schreiben, die mir nicht sonderlich zusagt. Ohne Emotionen, sehr nüchtern und farblos geht es durch dieses Buch. Es gibt durchaus Spannung, die aber leider immer nur von kurzer Dauer ist und dann schnell wieder absackt.
Im Verlauf der Geschichte scheint die Realität mit der virtuellen Welt zu verschwimmen, sodass ich zeitweise nicht gleich einordnen konnte, in welcher Welt die Handlung sich gerade befindet. Und die vielen Namen, im reellen als auch im virutellen Leben brachten noch zusätzliche Verwirrung.
Insgesamt auf jeden Fall interessant, aber durch den trockenen Schreibstil nicht sonderlich packend . . . was ich als sehr schade empfinde.

Der Autor
Dieter Paul Rudolph, 1955 in Blieskastel/Saar geboren, arbeitet als Literaturwissenschaftler und Multimedia-Entwickler, Kritiker, Herausgeber und Autor. Sein erster Kriminalroman "Menschenfreunde" erschien 2008 im Shayol – Verlag. Er ist Herausgeber der zehnbändigen Reihe "Criminalbibliothek 1850 – 1933," Mitherausgeber der "Krimijahrbücher" und als "dpr" fleißiger Blogger im Internet 
Quelle: Conte-Verlag

Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Conte-Verlag, die mir dieses Rezensionexemplar zur Verfügung gestellt haben. Klickt hier, falls ihr dieses Buch kaufen möchtet.

Kommentare:

  1. Nur 2 Sterne? Schade, von der Handlung her klang das Buch wirklich vielversprechend.

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  2. Ja, darauf hatte ich auch gebaut, aber es war einfach zu verworren . . . schade

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