Samstag, 7. Juli 2012

"Rotes Gold" von Tom Hillenbrand

350 Seiten
ISBN 9783462044126
Kiepenheuer & Witsch
Preis: 8,99€
Taschenbuch


Der Sushimeister Mifune stirbt an einer Fischvergiftung, wie makaber. Unter den geladenen Gästen ist auch der Luxemburger Koch Xavier Kieffer. Ihm kommt das ganze sehr zweifelhaft vor, und so beginnt er, zu ermitteln. Da es ein Galadinner des Bürgermeisters von Paris sein sollte, ist natürlich auch dieser sehr daran interessiert, den Fall so schnell wie möglich aufzulösen, egal, zu welchem Preis.
Für Xavier wird dasGanze nicht leicht, aber er hat gute Kontakte, die er hinzuziehen kann.

Meine Meinung

Es ist Xaviers 2. Fall, aber mein erster von Tom Hillenbrand. Und ja, doch, er hat mir gefallen. Durch das ganze Buch begleiten den Leser leckere Gerichte, leider ohne Rezepte, aber für jeden ist was dabei. Ob nun Sushi oder gegrillter Fisch, Hasenpfeffer oder Aalfilets, es läuft einem schon mal das Wasser im Munde zusammen. Aber es ist nicht immer das, wonach es aussieht, das muss auch Xavier bemerken.
Doch natürlich geht es hier hauptsächlich um Fisch, Thunfisch, dessen Überfischung, seine Haltung und die Möglichkeiten der Aufzucht. Die Fäden in dieser Branche laufen weit, über die ganze Welt verteilt, und es nicht nicht einfach, die Hintergründe aufzudecken. Es ist unglaublich, mit was für Summen dort umgegangen wird, allein für einen guten Thunfisch bezahlen die Japaner zum Beispiel bis zu 300.000€.

Der Autor hat meinem Gefühl nach gut recherchiert, es ist interessant, die Umstände zu verstehen. Allerdings finde ich, dass sich das Ganze sehr in die Länge zieht, manches hätte vielleicht auch etwas kürzer gehalten werden können. Leider hatte ich jedoch das Gefühl, den eigentlichen Grund des Krimis dadurch etwas aus den Augen zu verlieren. Und leider hat mir auch die Spannung gefehlt. Die Story an sich aber ist auf jeden Fall lesenswert.

Unterm Strich

Ein ruhiger Krimi mit vielen Hintergrundinformationen, dafür 4 Sternthaler von mir.

Der Autor
Tom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und war Ressortleiter bei Spiegel Online. Der begeisterte Hobbykoch und Foodie verliebte sich während eines mehrmonatigen Luxemburger EU-Praktikums in das Großherzogtum. Sein erster Roman (»Teufelsfrucht«) stand monatelang auf Platz eins der Bestsellerliste in Luxemburg. Tom Hillenbrand lebt in München.
Quelle: blogg dein Buch

Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Kiwiverlag für dieses Rezensionsexemplar. Interessiert daran? Dann bitte hier klicken.

Kommentare:

  1. Huhu Petra!
    Trotz der Fischvergiftung, regt dein Titelfoto mit dem Cover meinen Appetit an. Aber wenn es an Spannung fehlt, verfliegt dieser. Lieben Dank für deine informative Rezension. Ich bin gespannt, wie dir der Jugendroman "Ballade" gefällt. Wenn mein SuB einigermaßen abgebaut ist, werde ich mir nach und nach die Wunschliste vieler Fantasy-Bücher erfüllen.

    Heute ist es trotz des Gewitters immer noch so drückend schwül, dass einem fast die Luft weg bleibt. In Hannover ist es bestimmt genauso stickig, oder?

    Viele Grüße auch von Olli,
    deine Tanja

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  2. Hallo Tanja,
    naja, an "Ballade" kaue ich ganz schön rum, komm irgendwie nicht vorwärts . . . schade, der 1. Band hatte mir viel besser gefallen.
    Ganz lieben Gruß auch an Olli
    die Petra

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