Freitag, 27. April 2012

"Schnitt" von Marc Raabe

448 Seiten
ISBN 9783548284354
Ullstein-Verlag
Preis: 14,99€
Taschenbuch


Eine Treppe in den Keller; für den kleinen Gabriel immer eine Herausforderung, weil er Angst hat.

- Schnitt - Aber diesmal ist es anders. 29 Jahre später: Gabriel ist erwachsen, er hat damals gesehen, wie seine Eltern brutal erschossen wurden. Er kann sich nur nicht mehr erinnern, was mit diesem Keller war. Nun steht er wieder in einem Keller, in einer alten leerstehenden Villa. Der Alarm wurde ausgelöst, und sein Chef bei der Sicherheitsfirma betreut diese Villa. Aber warum hängt hier ein schwarzes Kleid? Irgendetwas stimmt hier nicht.

- Schnitt - Als er dann auch noch einen Anruf seiner Freundin Liz annimmt und sie ihm erzählt, dass sie gerade im Park überfallen wurde und dringend Hilfe benötigt, ist ihm die Villa egal. Er will ihr helfen, doch als er im Park ankommt, gibt es zwar eine Leiche, nur von seiner Freundin ist keine Spur zu entdecken.

- Schnitt - Die Polizei glaubt ihm nicht, da er kein Unschuldslamm ist, es nie war. Er muss herausbekommen, was damals im Keller geschah, nur dann kann er seiner Freundin helfen. Vielleicht kann sein Bruder ihm helfen.

Meine Meinung

Holla, hier geht es gleich zur Sache. Das Buch beginnt mit dem Ereignis vor 29 Jahren, wobei es keinerlei genaue Details gibt, wie und was Gabriel damit zu tun hat.
Überhaupt ist dieser junge Mann sehr verstockt und verschlossen, war lange Zeit in der Psychiatrie und nicht gerade ein Engel. Schnell erschien er mir unsympathisch, trotzdem wollte ich mehr über ihn erfahren. Dazu kommt diese Stimme in seinem Kopf, die ihn ständig von allem abhalten will. Luke nennt diese Stimme ihn, der Luke von StarWars, so wollte er immer sein. Aber genau wie diese Stimme ihn nervt, erging es auch mir, ich wollte, dass die Stimme endlich die Klappe hält, obwohl es auf diesem Weg viele Informationen gibt.
Parallel erfährt der Leser, was mit der Freundin geschieht, wobei unklar ist, warum ausgerechnet sie in die Fänge eines scheinbaren Psychopathen gerät.

So geht es abwechselnd aus verschiedenen Blickwinkeln immer schneller und tiefer in die verzwickte Gegenwart und Vergangenheit. Und nach und nach eröffnet sich dem Leser das ganze Ausmaß, dem man sich nicht entziehen kann. Marc Raabe schreibt sehr direkt, nichts wird geschönt. Manche Szenen sind sehr bildhaft dargestellt, das Kopfkino bekommt reichlich zu tun.

Unterm Strich

Knallhart, direkt, blutig- wer das mag, wird sich hier hoffentlich nicht langweilen, ich hab's zumindest nicht getan. Dafür 5 Sternthaler.

Der Autor
Marc Raabe, 1968 geboren, ist Geschäftsführer und Gesellschafter einer Fernsehproduktion. Schnitt ist sein erster Psychothriller. Marc Raabe lebt mit seiner Familie in Köln.
Quelle: vorablesen.de

Vielen Dank an den Ullstein-Verlag und Amazon-Vine für dieses Rezensionsexemplar.

Dienstag, 24. April 2012

"Mörderisches Wiedersehen" von Olivia Meltz

288 Seiten
ISBN 9783940873316
Hansanord-Verlag
Preis: 17,90€
gebundene Ausgabe


Leah und Louis betreiben eine gemeinsame Detektei. Die beiden sind zwar noch verheiratet, aber kein Paar im eigentlichen Sinne. Louis ist der absolute Fraueneroberer, und Leah ist lesbisch. Also hält sie nur ihre gemeinsame Leidenschaft ihres Berufes zusammen. Und den üben sie wirklich mit viel Vergnügen aus. Als die Frau des Architekten Rüter ihnen den Auftrag erteilt, ihren verschwundenen Mann zu finden, ahnen die beiden noch nicht, in was für eine verzwickte Geschichte sie sich begeben.

Meine Meinung

Die ist mein erster Krimi mit Leah und Louis und ich muß sagen, dass die beiden ein echt sympathisches Team sind. Herrlich bissig und doch charmant gehen die beiden an die Sache ran und reissen den Leser mit sich. Es ist eine Freude, die beiden bei ihren Ermittlungsarbeiten zu begleiten. Sie ergänzen sich wunderbar in ihren Tätigkeiten, und auch ihre Dialoge gleichen teilweise einem feurigen Schlagabtausch.

Der Fall an sich geht ziemlich schnell zur Sache, doch zunächst geht es im Prolog um eine Person, die fast 25 Jahre nach einem Unfall in einem Krankenhaus in Osteuropa zu sich kommt und sich an nichts erinnern kann. Doch nach und nach setzt die Erinnerung ein und die ist nicht schön.
Diese Person war vor 25 Jahren in Wien auf Klassenfahrt. Dabei ist etwas sehr tragisches geschehen und alle damals Beteiligten scheinen nun eine Art Rache zu erfahren, denn Benjamin Müller hat sich selbst gerichtet und Maik Rüter ist verschwunden. Diese Verstrickungen locken den Leser schon mal in die eine oder andere Richtung und man bekommt schnell einen Verdacht, wer der Rächer sein wird.
Die Ermittlungen von Polizei und Detektei verschmelzen teilweise ineinander und ergänzen sich ausgezeichnet. Wenn das in der Realität auch so ist, wäre das lobenswert.
Insgesamt ist der Krimi recht glaubhaft dargestellt und er lässt sich ausgezeichnet lesen. Die Charakter der Privatermittler sind sehr lebhaft, was den entsprechenden Schwung in die Sache bringt.

Unterm Strich

Ein tolles Team, das mich neugierig macht auf den 1. Teil. Und bestimmt werden die beiden auch in weiteren Fällen zusammenarbeiten. Dafür vergebe ich 5 Sternthaler.

Die Autorin
Hinter dem Pseudonym Olivia Meltz verbirgt sich ein international erfolgreiches Autorenteam, das bereits viele erfolgreiche Bücher in den verschiedensten Sparten veröffentlicht hat und nun Band 2 der vergnüglichen Krimiserie des Detektivpärchens Leah und Louis vorlegt.
Quelle: hansanord-Verlag

Ich bedanke mich herzlich bei Hansanord und Blogg dein Buch für dieses Exemplar. Interesse geweckt? Dann klickt hier, um es zu kaufen.

Montag, 23. April 2012

Geschenke und verschenke

Hach, so ein Welttag des Buches ist schon fein. Meine erste Hälfte der Bücher ist verschenkt. Die erste zu Beschenkende war heute morgen eine Frau, mit der ich immer gemeinsam auf den Bus warte, na die hat vielleicht gestaunt.

Gleich der nächste war der Busfahrer. Ich muß schon sagen, den Busfahrern in Hannover ein Lächeln zu entlocken, ist nicht einfach, aber heute morgen hab ich es tatsächlich geschafft.
Auf Station traf es dann eine Physiotherapeutin, eine Praktikantin, 2 Patienten, unsere Patientenbücherei, eines für Ilka, Susanne bekam 2, weil sie gleich eines weitergeben wollte, eines für Michaela, eins bekommt Aenna, eines ist für mich usw. Morgen kommt dann der Rest dran, es ist wunderbar. Hoffentlich gibt es soetwas oder so ähnliches nächstes Jahr auch wieder, das ist zu schön.

Aber auch für mich gab es Post, letzte Woche ein Paket von Tanja und heute ein Brief . . .

Hier das Paket von Tanja und Olli

Da ich bei Tanja ein Buch und ein Lesezeichen gewonnen hatte nach ihrer Auslosung der Schatzkistenteilnehmer, erwartete ich eigentlich nur ein winzige Buchsendung. Nee nee, nicht bei Tanja. . .  Pustekuchen. Es gab ganze 4 Bücher, und ein 3D- Lesezeichen, nette Post und was Süßes.


Naja und dann kam da ja dieser Brief, gefüllt mit . . .
Lesezeichen von Plampi von Mirjam. Schaut mal, Vorder- und Rückseite sind bedruckt!


Sieht das nicht absolut süß aus? Also, ich freu mich total. Sie sind direkt vom Verlag, und das Buch kann man auch schon vorbestellen!

Ihr seht, so hatte ich auch meinen kleinen Welttag des Buches.
Fühlt Euch gedrückt
Liebe Grüße, Eure Petra

Donnerstag, 19. April 2012

Sie sind da !!

Die Bücher zum Welttag des Buches sind vorgestern von meinem Schatz aus der Bücherei abgeholt worden. Das kleine unauffällige Paket, gefüllt mit 30 Schneewittchen- Büchern zum Verschenken, was für eine Freude!


Gleich gestern morgen hab ich die ersten mitgenommen auf Station, das erste hat meine Nachtwache bekommen, das zweite eine Patientin, die sich die Zeit bis zum OP damit gleich etwas spannender gestalten durfte. Die nächsten drei sind heute unters Volk gekommen und es ist so schön, die Freude in ihren Gesichtern zu sehen, wenn die Beschenkten hören, dass es einfach ein Geschenk ist. Das ist soooo schön- ehrlich.


Und so werden nach und nach bis nächste Woche alle Bücher ihre neuen Besitzer finden. Bei uns im KH gibt es auch eine Bibliothek für die Patienten, die von Geschenken lebt, also auch für dort 1 oder 2 Bücher. Und der Postbote, der immer so fleißig Bücher bringt, soll auch dran glauben. Und und und . . . Bin schon gespannt auf die Gesichter in der Strassenbahn usw. .

Ich bin gespannt, was Eure Beschenkten dazu sagen, und freue mich schon über Eure Berichte.
Liebe Grüße, Eure Petra

Dienstag, 17. April 2012

"Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" von Ali Shaw

399 Seiten
ISBN 9783839001318
Script-Verlag
Preis: 19,95€
gebundene Ausgabe


Da ist diese kleine Insel- St. Hauda's Land. Ein seltsames Stück Land, schon immer irgendwie anders. Da gibt es ein Wesen, das andere Lebewesen weiß macht nur durch seinen Blick. Oder diese kleinen, seltsamen Käfer. Käfer oder eher doch Schmetterlinge? Tja, wer weiß, ob das Käfer sind, die da muhen, kleine Hörner und Schwänze haben, Ochsenmotten . . .

Auch die menschlichen Bewohner sind schon irgendwie ungewöhnlich. Midas zum Beispiel, ist am liebsten für sich, hat schon leicht autistische Züge, lässt sich nur ungern berühren. Aber er liebt es, zu fotografieren, am liebsten schwarz-weiß.

Als er Ida kennen lernt, wird alles anders. Ida ist auch anders. Sie hat Füße aus Glas, keine Ahnung, warum, es ist einfach so. Sie hofft, dass ihr auf St. Hauda jemand helfen kann, dieses Problem zu beenden.Vielleicht dieser komische Kauz, Henry Fuwa. Sie hat ihn bei einem früheren Besuch auf der Insel schon kennen gelernt.

Meine Meinung

Das ist wieder so ein Buch, das im Vorfeld schon so hochgelobt wurde, dass ich erstmal mit Vorsicht an die Geschichte gegangen bin. Bei der Aufmachung hat sich der Verlag recht viel Mühe gegeben, mit dem silbernen Buchschnitt hebt es sich schon hervor.

Aber nun zum eigentlichen Geschehen. Gläserne Füße- kein Einzelfall, wie sich im Verlauf herausstellt. Allerdings kann es ebensogut andere Organe oder Körperteile betreffen. Warum, kann niemand sagen. Und das Glas breitet sich nach und nach weiter aus, keine Ahnung, wie schnell. Eine verrückte Geschichte,. Aber keine Geschichte zum Lachen. Es geht viel um Beziehungen, gelebte, vertane, heimliche, gewünschte, erhoffte.
Alle der in der Geschichte verwickelten Personen sind eigentlich nie wirklich glücklich gewesen, weil ihr Leben nicht so verlaufen ist, wie sie es sich vorgestellt hatten. Dementsprechend versprüht die Geschichte einen leichten Anflug von Depressionen, es zieht einen schon ein wenig hinunter.

Es ist eine Geschichte mit vielen kleinen Geschichten, und doch sind alle miteinander verknüpft. Das verwirrte mich manchmal etwas, wenn ich die einzelnen Personen gedanklich erst wieder sortieren musste.
Trotzdem ließ es sich insgesamt gut lesen, es ist auf seine Art recht poetisch.
Die Personen finde ich insgesamt eher farblos, blass, schwarz-weiß wie die Fotografien und unauffällig, aber jeder für sich doch etwas besonderes.

Unterm Strich

Entweder man mag es, oder man mag es nicht. Erwartet keine spannende Geschichte, erwartet lieber Ruhe und Genügsamkeit, genießt die kleinen Ausflüge ins Land und passt auf, dass ihr nicht im Moor verschwindet. Von mir gibt es 5 Sternthaler, ich habe die Ruhe genossen.

Der Autor
Ali Shaw wurde 1982 geboren und wuchs in einer kleinen Stadt in Dorset, Großbritannien, auf. Nach seinem Abschluss in Englischer Literatur an der Universität von Lancaster arbeitete er als Buchhändler und in einer Bibliothek in Oxford. Sein Debüt Das Mädchen mit den gläsernen Füßen war ein großer Überraschungserfolg und wurde in 18 Sprachen übersetzt. Gerade hat Ali Shaw seinen zweiten Roman beendet. 
Quelle: Script5

Ich bedanke mich herzlich bei Rebecca Püttmann vom Script5-Verlag und Claudias Bücherregal, die mir dieses Exemplaren haben zukommen lassen.

Freitag, 13. April 2012

Eigentlich

. . .  mache ich ja nicht mit bei Gewinnspielen. Mein Sub liegt bei über 200, das sollte doch wohl eigentlich reichen. Aber nun hab ich bei Annette ein Buch entdeckt, das sie verlost und es hört sich an, als ob es in mein Beuteschema passen würde.

Es schmälert zwar meine Chancen, aber ihr könnt noch bis zum 15. mitmachen, wenn ihr mal bei ihr vorbei schaut.

Klickt einfach hier, und schon könnt ihr dabei sein.

Und nun einen schönen Freitag, den 13., paßt auf euch auf  ;o)
Eure Petra

"Masken- Unter magischer Herrschaft" von Mara Lang




602 Seiten
ISBN 9783426510094
Droemer Knaur- Verlag
Preis: 14,99€
Taschenbuch



Endlich ist es soweit: Mit 17 Jahren bekommt Ferin ihre Maske. Der Weg in die lang ersehnte Freiheit ist zum Greifen nah. Vorbei ist die Zurückhaltung, das Schweigen, das Allein sein. Endlich ihr Gesicht zeigen können, ohne den Riss über der Nase, ohne die Linien auf ihrem Gesicht, das wünscht Ferin sich schon so lange. Sie ist eine Pheytanerin, doch ihr Volk wird unterdrückt von den Merdhugern. Nur sind sie auch diejenigen, die laut der Konvention die Masken vergeben.
Ferin erhält ihre Maske, sie ist glücklich und zugleich doch auch neugierig, wie das alles zustande kommt. Denn bei ihrer Maskierung gab es einen Zwischenfall mit einem anderen jungen Mädchen, die sich mit ganzer Kraft gegen die Maskierung wehrte. Ferin kann das nicht verstehen, wie kann man die Maske nicht wollen? Also sie ihren Vater danach fragt, weicht er ihr aus, will ihre Fragen nicht hören oder gar beantworten.

Als ihr schließlich die Maske zu Staub zerfällt, versteht Ferin die Welt nicht mehr. Wie kann das sein, was passiert hier? Sie wird verhaftet, denn ohne Maske ist sie eine Gesetzlose und soll in ein Arbeitslager gebracht werden. Doch es kommt anders, und sie wird zusammen mit der anderen Gefangenen in den Dschungel gebracht, zu den Rebellen. Und langsam wird ihr klar, was es mit der Maske auf sich hat. Und es ebenso klar, dass ihr Volk sich nicht weiter unterdrücken lassen kann.

Meine Meinung

Nun weiß ich garnicht, wie ich beginnen soll. Es hat mir sehr gut gefallen, aber das reicht nicht. Zu Beginn konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, in welche Richtung das ganze gehen sollte. Ferin erschien mir als unscheinbares Mädchen, unterdrückt, still, unauffällig. Aber sie machte mich auch neugierig, weil sie alles hinterfragte und keine Antworten bekam. Es war also klar, dass sich dahinter mehr verbergen musste. Und im Verlauf  löst sich dieser Berg von Fragen natürlich auf. Ferin öffnet sich dem Leser, wächst mit ihren Aufgaben, die sich nach der Flucht in den Dschungel ergeben. Doch zunächst kämpft sie mit sich selbst, hält sich für nutzlos, kann nichts, weiß nichts, ist nichts. In dieser Darstellung war sie mir unsympathisch, das kleine sich duckende Mädchen, das auf ihr Nichtskönnen besteht, sich klein macht. Zum Glück ändert sich das aber, und es macht Spaß, ihr Wachsen zu erleben.
Schwierig finde ich es hier, mehr zu schreiben, und damit womöglich zu viel zu verraten.
Insgesamt kann ich aber sagen, dass sich das Buch flüssig lesen lies, die Personen werden leb- und bildhaft dargestellt, ebenso die Landschaft. Das macht auch das Gesamtbild sehr lebendig. Toll wäre es gewesen, wenn das Buch eine Landkarte beinhaltet hätte, die fehlte mir.

Unterm Strich

Am Anfang hätte ich nicht gedacht, dass es mich letztendlich so berührt. Es ist ein Buch, das die Emotionen spielen lässt, mich mal lachen, aber auch weinen ließ. Dafür vergebe ich 5 Sternthaler. Und irgendwie hoffe ich, dass es weiter geht.

Die Autorin
Mara Lang, Jahrgang 1970, begann in ihrer Jugend zu schreiben, als ihr der Lesestoff ausging. Die Geschichten von C. S. Lewis und Michael Ende begründeten ihr Faible für Phantastik. Hin- und hergerissen zwischen Buch und Film wollte sie ursprünglich Regisseurin werden, um ihrer Phantasie Leben einzuhauchen, wählte dann aber das Studium zur Diplompädagogin und schreibt heute Kopfkino für ihre Leser. Mara Lang lebt und arbeitet in Wien. 
Quelle: Knaur-Verlag

Vielen Dank an den Verlag und an Elke Koch für dieses Rezensionsexemplar

Donnerstag, 12. April 2012

Es war einmal...

. . . ein Tauschbuch. Es wartete in meinem Tauschflohmarkt auf jemanden, der es gerne lesen möchte.

Einen guten Krimi läßt man doch nicht lange liegen, oder? Richtig, so bekam ich bald eine Mail von Lydia. Sie hat selbst kein Blog, schaut aber gerne bei mir vorbei. Sie hat mir auch ein Buch angeboten, aber das kannte ich schon. Lydia hat mir dann geschrieben, dass sie unter anderem Socken strickt.
Das Angebot nahm ich gerne an, allerdings gab es gerade keine Socken in meiner Größe. Also beschloß sie, mir Socken zu stricken in meiner Wunschfarbe. Meine Farbe ist blau, in verschiedenen Tönen, gerne dunkel.

In der Zwischenzeit ging das Tauschbuch auf die Reise und kam auch wohlbehalten an.

Und gestern. . . .  tatatataaaaa sind die wunderbarsten, blausten, selbstgestricktesten Socken angekommen, sogar mit Muster. Und sie passen perfekt!!
Hier schaut mal, sind die nicht einfach klasse?


Und dazu gab es außerdem noch Lesezeichen, insgesamt 8 Stück, mit sehr schönen Zitaten drauf. Hach, das war wie Weihnachten, sag ich euch.


Ich bin gespannt, wann Lydia sich ihr nächstes Buch ertauscht   ;o)   Ich mach auf jeden Fall mit!!
Da sieht man es mal wieder, tauschen lohnt sich auf jeden Fall, es muß ja nicht immer ein Buch sein.

Liebe Grüße, Eure Petra

Sonntag, 8. April 2012

Ooooh Osterzeit

Na ihr Lieben,
habt ihr fleißig gesucht oder versteckt?

So oder so, ich wünsch euch schöne Ostern mit euren Lieben, mit den Kleinen und den Großen!






Wir haben heute nach einem lecker Frühstück mit ganz lieben Freunden mein Lesezeichenosterwichtelpäckchen geöffnet.









Das ist von Eva aus Pirm, und meine Tochter hat es solange für mich aufbewahrt, damit ich ja nicht schummeln kann . . .






Hier der Hinweis, damit es ja nicht eher geöffnet wird. Eva betreibt übrigens Scatty's BücherBlog





Hier alles kompakt, frisch aus der Verpackung

Und hier alles, ausgebreitet auf dem Tisch!! Ist doch wohl Klasse, so viele Lesezeichen, die ich noch nicht habe!! Und dazu zwei Bücher und Schoki. Und ein Autogramm von Corina Bomann.

Also, liebe Eva: Vielen lieben Dank für dieses schöne Osterwichtelpäckchen!!

Freitag, 6. April 2012

Gesammelte Schätze im März 2012

Auch in Monat März gab es im Rahmen der Schatzsuche wieder das eine oder andere Zitat zu entdecken. Mehr dazu findet ihr bei Horrorbiene und Steppenwolf, die die Challenge von Tanja übernommen haben.


Obwohl ich den Monat über ja ganz gut gelesen habe, gab es nicht so viel, oder ich war durch anderes zu sehr vom Schatzsuchen abgelenkt.
Aber seht selbst . . .

Ziemlich beste Freunde von Philippe Pozzo di Borgo

Seite 19
Ich verlasse diejenigen, die ich liebe, um die wiederzusehen, die ich so sehr geliebt habe.
Seite 130
Trockne deine Tränen und weine nicht, wenn du mich liebst.

Hannes von Rita Falk

sorry, das Zitat werde ich nachreichen, ich Dusel hab versäumt, mir das Zitat zu notieren, bevor ich das Buch weitergab . . . Brausekopf . . .
Mehr im April, ich hab schon fleißg gesammelt

Liebe Grüße, Eure Petra

Donnerstag, 5. April 2012

Ich war im Kino

In Hannover gibt es ja wirklich eine Unmenge von Kinos. Nicht nur die großen wie Cinestar oder Cinemaxx, nein wir haben auch noch das gute alte Apollo mit roten Plüschsitzen oder das Hochhauskino oder das Kino im Kulturhaus. Und genau dort war ich gestern. Meine Arbeitskollegin Gitta und ihr Tochter hatten sich entschieden für "Out of the darkness". Na gut, ich hab mir das Programm durch gelesen, englisch mit deutschen Untertiteln. . . mein Schulenglisch ist gefühlte 30 Jahre her, aber egal, wird schon.

Und ich muß sagen, ich bin total begeistert von diesem Film.

Es geht um die Behandlung des grauen Stars, einer Augenerkrankung, die hier bei uns hauptsächlich ältere Menschen betrifft. Eine OP kostet ca. 1000,-US$ bis 2000,-US$, die Herstellung einer Linse liegt bei ca. 100,-US$. Doch in dem Land, um das es geht, können sich die Betroffenen diese Kosten nicht leisten. Es handelt sich um die Menschen im Himalaja. Dort erkranken nicht nur alte, sondern auch schon junge Menschen. Ursache dafür kann die Strahlung sein, denn in diesen Höhen ist die ja stärker. Aber auch schlechte Ernährung und Austrocknung sind Ursachen für den grauen Star.

In diesem Dokumentarfilm geht es um ein kleines Dorf in ca. 3000m Höhe. Der Weg dorthin ist beschwerlich und lang. Es führt keine Straße dorthin, sodass sich das Team um Dr. Ruit, der diese Aktion ins Leben gerufen hat, mit dem kompletten Material zu Fuß auf den Weg macht. Zu Fuß, das heißt, bei Regen und Hagel, Sonne und Wind auf natürlichen Wegen 4 Tage zu marschieren. Dr. Ruit, fast 60 Jahre alt, ist selbst in einem kleinen Dorf in Nepal geboren, so ist es für ihn zudem etwas ganz besonderes, in seinem Dorf zu helfen.
Sie rechnen mit ca. 400 Menschen, die keinen Weg scheuen, um sich von ihm untersuchen zu lassen. Ca. 50 von ihnen werden operiert, vielleicht auch etwas mehr.
Allein der logistische Aufwand, um im Himalaja ein OP-Camp aufzubauen, ist enorm, da die empfindlichen Geräte nicht per Flugzeug oder Auto angeliefert werden können. Und die Erkrankten sind kaum in der Lage, einen 4-Tagesmarsch auf sich zu nehmen. Und dann sind sie noch nicht in einer Stadt, sondern erst auf einer Strasse, um von dort weiter zu kommen.
Diese Menschen sind blind, dass heißt, dass sie nicht mehr in der Lage sind, aufgezeigte Finger in einer Entfernung von 3 m zu sehen. Im Film wurde die Kamera manchmal auf unscharf gestellt, um dem Zuschauer klar zu machen, was diese Menschen noch sehen können. Stellen Sie sich einmal vor, Sie schauen durch den Boden eines Glases, alles sehr verschwommen. Und dann bitte noch doppelt sehen. Und nun gehen Sie so durch Ihre Wohnung, durch Ihre Strasse. Ich kam mir in meinem Sitz auf jeden Fall schon sehr unsicher vor.
Die Erkrankten müssen teilweise getragen werden, da der Weg zu beschwerlich ist. Oft übernehmen diese Aufgabe die Töchter, sie tragen ihre Familienmitglieder huckepack über lange Zeit, oft Barfuß. Sie klagen nicht dabei, ertragen es still. Einen Blinden in der Familie zu haben, ist tragisch, denn dieser Mensch kann nichts zum Lebensunterhalt beitragen.

Ein Sprichwort hat mich sehr berührt: Mund ohne Hände.

Um eine OP leisten zu können, werden Hütten umgebaut, mit selbstgezimmerten Holztischen ausgestattet, mobile OP-Mikroskope werden angebracht. Nun kann man nur noch hoffen, dass der Stromgenerator hält und es keinen Ausfall gibt. Doch auch dafür ist man natürlich vorbereitet: Zwei Taschenlampen leuchten das OP-Feld aus, jahrelang ging das auch so.
Die Hände der Ärzte werden geschrubbt, so gut es eben geht. Sie operieren zu zweit, an einem Tisch Dr. Ruit, am anderen Dr. Geoff Tabin.

Bei zwei Frauen ist das Film-Team von Anfang an dabei. Ein junges Mädchen, vielleicht 10 oder 12 Jahre alt, muß an beiden Augen operiert werden. Als sie einen Tag später die Augen öffnet und sehen kann, ist es einfach nur wunderbar, das mitzuerleben.
Bei der alten Frau ist es ähnlich, ihre Tochter hat sich die letzten Jahre um sie gekümmert, ihr Essen angereicht, sie gewaschen. Ich kann hier nicht schätzen, wie alt sie wohl ist. Nach der OP, am nächsten Tag fragt Dr. Ruit vor dem Entfernen des Verbandes die alte Frau, wen sie zuerst sehen möchte. Ihre Tochter und ihr Enkelkind, ist ihre Antwort. Dieses Glücksgefühl ist unbeschreiblich, als sie den Verband entfernt bekommt und ihre Tochter ansieht. Die Tochter hatte Tränen in den Augen, ich auch.

Diese Erlebnisse anzusehen, ist etwas ganz wunderbares. Es erinnert einen daran, doch auch mal inne zuhalten und dankbar zu sein für das, was man hat. Ich habe großen Respekt vor diesen Menschen, den Erkrankten sowie ihren Familie, genauso auch gegenüber dem Team, die diesen Film möglich machten und nicht zuletzt dem Team an Ärzten, Schwestern, Trägern, die den Menschen das Licht wieder geben.

Übrigens kostet eine Op dort 20,- US$.

Wenn Ihr die Möglichkeit habt, schaut euch diesen Film im Kino an, danach sieht man die Welt mit anderen Augen.Hier ein kleiner Einblick:



http://www.cureblindness.org