Donnerstag, 27. September 2012

Verflixt...

Boah ey, ich könnte ja ausrasten, dieses neue Blogger geht mir tierisch auf den Geist . . . jetzt sieht hier nix mehr aus wie es sollte. Muß am WE hier mal aufräumen. Laßt bloß die Finger vom Design, wenn ihr mit dem alten Aussehen zufrieden seit!! Ich wars auch. Wollte nur einen Verlag in meiner Sidebar einfügen, aber das war schon eine große Herausforderung, das Element überhaupt wieder zu finden. Und nun das. . .  das geht ja gar nicht.
Liebe Grüße, Petra die jetzt grummelt und meckert und sauer ist . . .

"Letzter Gipfel" von Herbert Dutzler

Haymonverlag
392 Seiten
ISBN 9783852189161
Haymon-Verlag
Preis: 12,95€
Taschenbuch


Jaja, der Gasperlmeier. Eigentlich hat er sich von seinem letzten Fall aus "Letzter Kirtag" noch garnicht richtig erholt, da naht schon die nächste Katastrophe. Nichts ist's mit der leckeren Jause, denn ein seltsamer Anruf lässt ihn und seinen Kollegen Kahlß auf den Lauser fahren. Dort, auf dem Hausberg Altaussees soll nämlich eine Frauenleichen gefunden worden sein. Nix für Gasperlmeier, der eh schon unter Höhenangst leidet. Und dann entdecken sie sogar noch eine zweite Leiche, allerdings ist die schon wesentlich älter. Armer Gasperlmeier, nun war die ganze Jause umsonst. Doch es nutzt nichts, er muss mit Frau Doktor Kohlross rauf auf den Berg, egal wie rutschig sich das Kraxeln erweist. Denn es muss unbedingt geklärt werden, ob es sich um einen Unglücksfall oder doch eher um Mord handelt.

Meine Meinung

Ich fand den Dorfpolizisten Gasperlmeier im ersten Teil ja schon wunderbar tollpatschig und total verklemmt, was ihm zusätzlich irgendwie eine Art Welpenschutz verpasst.
Im Doppelpack mit Frau Doktor Kohlross sind die beiden aber ein wirklich effizientes Team, auch wenn sie ständig ausbügeln muß, was er in seinem Brausekopf mal eben in den Müll wirft. Von DNA hat er halt doch nicht so die Ahnung.
Und überhaupt: Warum muss nur immer alles so hektisch sein, wenn man es doch sicher auch etwas gemütlicher angehen lassen könnte. Und was ist mit Jausen-Pausen zwischendurch? Der Gasperlmeier wird noch vom Fleische fallen, wenn das so weiter geht.

Köstlich, kann ich nur sagen. Trotz all der Lacher, die garantiert sind, fehlt es diesem Krimi weder an Leichen, noch an Spannung. Und wenn auch die Ermittlungen scheinbar schleppend voran kommen, kommen die beiden nach und nach an ihr Ziel.
Und hoffentlich findet der Gasperlmeier dann endlich seine verdiente Ruhe, um seine Blessuren zu pflegen.

Unterm Strich

Gibt es lustige Krimis? Ja die gibt es, wenn der Gasperlmeier dabei ist, auf jeden Fall. Dafür vergebe ich 5 Sternthaler.

Der Autor
Herbert Dutzler, geboren 1958, aufgewachsen in Schwanenstadt und Bad Aussee, lebt als Lehrer und LehrerInnenbildner in Schwanenstadt. Veröffentlichung von Lehrbüchern für den Deutschunterricht. Letzter Kirtag ist sein Debüt als Krimiautor.
Quelle: Haymon-Verlag

Vielen Dank an den Haymon-Verlag und an Marion Bernhard, die mir dieses Exemplar zur Verfügung gestellt hat

Montag, 24. September 2012

"Kaltes Gift" von Nigel McCrery

Drömer-Knaur-Verlag
388 Seiten
ISBN 9783426197912
Drömer-Verlag
Preis:  8,99€ (Taschenbuch)
gebundene Ausgabe


Violet Chambers ist wirklich nett. Sie ist selbst nicht mehr die Jüngste, kümmert sich aber so reizend um ihre Mitmenschen. In erster Linie sind es alleinstehende alte Damen, die ihr besonders am Herzen liegen. Und sie ist wirklich aufmerksam, kocht Tee, löst Rezepte ein, backt Kekse . . . und verteilt großzügig Gift aus eigenem Anbau. Und wenn die alte Dame dann gestorben ist, gehts auf die Suche zur Nächsten. Natürlich muss die letzte aber erstmal entsorgt werden. Kein Problem für Violet, sie hat den perfekten Plan.

Dummerweise wird nach einem Autounfall ein verweste Leiche entdeckt, die sich als Violet Chambers entpuppt. Mark Lapslie, der zuständige Chief Inspector wird überraschend aus seinem Krankenurlaub zurück geholt, denn bei einer Überprüfung im Computer wird die Leiche mit seinem Namen in Zusammenhang gebracht. Doch er hat keine Ahnung, was es mit dieser Leiche auf sich hat, denn die zahlt weiterhin regelmäßig ihre Steuern und versendet ihren Nachbarn nette Postkarten. Und nun liegt es an Lapslie, diesen Fall näher zu betrachten. Das fällt ihm nicht leicht, denn er leidet an Synästhesie, einer Wahrnehmungsstörung, die sich beim ihm in verschiedenen Geschmäckern äußert, und das Zusammenarbeiten mit den Kolleginnen und Kollegen so kaum möglich macht.

Meine Meinung

Ich hab's regelrecht verschlungen, das muss ich gestehen. Ich fand es faszinierend, zu lesen, was für Hinterlist und Gemeinheiten sich diese alte Dame einfallen lässt. Sie ist so tief in die Leben der Verstorbenen versunken, dass sie sich nicht mal mehr an ihren eigenen Namen erinnern kann.
Im typischen britischen Stil, leicht ironisch, schreibt McCrery, und oft habe ich den Kopf geschüttelt, wusste nicht, ob ich lachen oder die Hände über dem Kopf zusammen schlagen soll.
Es ist schon eine gute Idee, all die Leichen so unterzubringen, wie hier beschrieben, denn in der Tat: Auf das Naheliegendste kommt man selten.  Und wie Violet schon sagt, tauchen in der Natur entsorgte Leichen über kurz oder lang doch wieder auf.

Unterm Strich

Ein guter Krimi, der neben dem britischen sarkastischen Humor auch seine Spannung hat, und echt hinterlistig ist. Dafür vergebe ich gerne 5 Sternthaler. Und wie ich gerade entdeckt habe, gibt es zu Lapslie eine Reihe, das 2. Buch trägt den Titel "Schwarzes Schaf".

Der Autor
Nigel McCrery, geboren 1953, war Polizist, bevor er in Cambridge ein Studium begann und anschließend Drehbücher für das britische Fernsehen schrieb. Mehrere der erfolgreichsten englischen TV-Krimiserien gehen auf sein Konto, darunter auch "Gerichtsmedizinerin Dr. Samantha Ryan" (BBC). Nigel McCrery lebt mit seiner Familie im Norden Londons.
Quelle: Drömer-Knaur-Verlag

Sonntag, 16. September 2012

... wächst und wächst

Kleines Update von Babette


So oder so ähnlich könnte es werden.

Lieben Gruß
Eure Petra

"Dunkler Schnee" von Barbara Klein

Edition Oberkassel
203 Seiten
ISBN 9783943121117
Edition Oberkassel
Preis: 11,99€
Taschenbuch

Kanada: Dort hatte die 30-jährige Marissa mit ihrem Freund Laurens kurz vor ihrer Hochzeit noch einen tollen Urlaub verbracht. Laurens . . . jetzt ist nichts mehr, wie es war. Keine Hochzeit, kein Laurens, nur noch Angst, Erpressung, Stalking, Alkohol und nun Flucht. Wieder nach Kanada, diesmal nur mit Bruno, ihrem Hund. Weg von allem, endlich zur Ruhe kommen, das ist gerade ihr größter Wunsch. Doch auch hier findet Marissa keine Ruhe. Aber noch weiß sie nicht, wer ihr hier nachstellt, und was das Ganze soll. Immer komplizierter wird ihre Situation, aus der sie allein nicht entkommen kann.

Meine Meinung

Als Krimi würde ich dieses Buch eigentlich nicht mehr bezeichnen wollen, eher Psycho. Denn das ist es, was die Autorin hier geschrieben hat. Wobei ich bei den ersten Seiten erst dachte, dass das Ganze sehr poetisch geschrieben ist, das hat jedoch bald nachgelassen, als es erst richtig zur Sache ging. Eine junge Frau, die sich verliebt, heiraten will, doch dann erkennen muss, dass ihr Verlobter nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Durch geschickte Intrigen wird sie immer mehr in Angst und Schrecken versetzt, man selbst weiß nicht, ob die Protagonistin einfach nur naiv ist oder ob sie in dieser Situation nicht mehr weiß, was sie tut.

Im Wechsel wird hier der Verlauf mal in der Vergangenheit, mal in der Gegenwart geschrieben, bis die Vergangenheit sie eingeholt hat. Es ist heftig, dabei zu lesen, dass Marissa irgendwann ihren eigenen Gedanken nicht mehr traut, ihre Selbstsicherheit komplett zunichte gemacht wird. Durch geschickt eingesetzte Kleinigkeiten wird sie immer unsicherer, und weiß bald nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann. Dabei kommt die Spannung nicht zu kurz, und am Ende war sogar ich erstaunt über soviel Hinterlist.

Unterm Strich

Ein gemeiner und hinterlistiger Krimi, voller Intrigen, dafür vergebe ich 5 Sternthaler.


Die Autorin
Die in Köln geborene Autorin und diplomierte Pädagogin veröffentlicht seit einem Jahrzehnt Gedichte, Kurzgeschichten und Krimis. Zu ihren erfolgreichsten Büchern gehören ein Wanderführer für den Niederrhein (Droste Verlag, 2007/ 2011), der Kinderroman „Josefus von Speckstein – Mäusefürst? Lügenbaron?“ (Peter Gallus Verlag, 2008) und der Erfahrungsbericht „Halifax And More“ (Dortmunder Buchverlag, 2009), in welchem sie ihre Beobachtungen während eines einjährigen Aufenthaltes in Kanada schildert. Bis 2010 betreute sie u.a. als Redakteurin in der Literaturzeitschrift „Der Federkiel“ die Rubriken Prosa und Glosse. Sie ist in verschiedenen Autorengruppen in Köln und Düsseldorf aktiv.
Quelle: Edition Oberkassel

Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Verlag Edition Oberkassel für dieses Rezensionsexemplar. Interessiert daran? Dann klickt bitte hier.

Samstag, 15. September 2012

Endlich angekommen

Vorgestern ist er endlich angekommen. Eine lange Reise mußte er ja schon auf sich nehmen. Zum Glück hat er nicht abgenommen unterwegs. Nun muß er sich nur noch mit unseren Katzen anfreunden. Naja mit unserer Tochter auch, aber das ist kein Problem. Wollt ihr wissen, wen ich meine? Klar wollt ihr das wissen, ich konnte es ja auch kaum abwarten. . .

Also dann, darf ich vorstellen:

tatatataaaa

 
Da steht zwar drauf "Nur eine Nacht", aber ich bin mir sicher, der bleibt länger, bestimmt! Manche kennen Plampi vielleicht ja schon. Mirjam H. Hüberli, die Autorin, hatte letztes Jahr eine Adventskalender-Geschichte von Plampi auf ihrer Seite veröffentlicht und meine Tochter Nina und ich habe jeden Tag mitgefiebert.

Und nun hatte Mirjam zum Malen aufgerufen. Ein Bild für Plampi sollte es sein. Und Nina hat gemalt und Glück gehabt. Und nun ist er eben endlich angekommen. Ich konnte schon mal schnell reinlesen, bevor Plampi bei Nina im Zimmer verschwand. . . Ich hoffe, ich bekomme ihn auch nochmal in die Finger. Und dann werde ich euch natürlich von seinem Abenteuer berichten. Der Hauskater Theobald ist nämlich verschwunden, und Plampi will ihn suchen!

Also dann Ihr Lieben
Schönen Tag wünsche ich Euch
Liebe Grüße, Eure Petra

Donnerstag, 6. September 2012

Babette Blanket ist . . .

. . . keine Autorin. Und trotzdem bin ich ganz verrückt nach ihr. Und Evi von Cafe Uranus, ehemals Zwillingsleiden hat Schuld.
Ihr kennt Babette Blanket noch nicht? Nun, ich bis vor kurzem auch nicht. Aber dann entdeckte ich bei Evi diesen Post. Und allein beim Anblick nur ihrer Fotos schmolz mein Herz dahin. Ganz mutig klickte ich dann noch auf ihren Link und eine wunderbare Fotowelt voller Babettes tat sich vor mir auf.

Und nun arbeite ich gerade streng auf eine Sehnenscheidenentzündung hin, denn ich will, ich will, ich will auch solch ein wunderbares Stück mein Eigen nennen.
Letzte Woche habe ich mir dann Wolle bestellt bei Buttinette. Dort nur zu schauen ist schon kaum möglich für mich, wobei mein Bastelwahn sehr nachgelassen hat, seitdem ich kein Kindergartenkind mehr habe. Aber trotzdem . . . Nun gut, ich entdeckte schließlich Tamara- Herbst, eine Zusammenstellung aus 5 verschiedenfarbigen Baumwollgarnen, und davon sind nun am Montag 5 x 5 x 50 Gramm angekommen. Die Häkelnadel lauerte schon und gestern abend gings los. Hier nun das erste Ergebnis.



Es sind einfache Granny Squares mit jeweils 3, 6 oder 9 Runden und sie sind wirklich flink hergestellt, aber man braucht ja auch reichlichst für eine Decke. Am schlimmsten ist dann sicherlich das Fäden vernähen, aber ich glaube, die Mühe lohnt sich. Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Bis dahin
Liebe grüße, Eure Petra

"Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

Knaus-Verlag
288 Seiten
ISBN 978813505030
Knaus-Verlag
Preis: 16,99€
Taschenbuch


Ein kleiner Junge ist verschwunden: Johann, 11 Jahre alt. Er kommt sonst nie zu spät. Oder er meldet sich. Aber diesmal ist sein Handy ausgeschaltet. Und sein Fahrrad liegt am Waldrand . . . Schnell ist klar, Johann wurde entführt. Die Eltern sind geschockt, die Polizei setzt alles daran, ihn zu finden. Doch je länger es dauert, um so schwieriger wird das Ganze. Robert und Marie, die Eltern sind nicht in der Lage, sich gegenseitig Trost zu geben, sich zu stützen. Sie entfernen sich immer mehr von einander. Sind hilflos. Doch eines Tages bekommt Marie das Handy ihres Sohnes zurück, in einer Tüte an ihrem Fahrrad. Als sich der Entführer meldet, ist Marie entschlossen, mit ihm zu arbeiten, ohne die Polizei. Dann ist ihr Johann sicher bald wieder bei ihr.

Meine Meinung

Ein Thema das bewegt, ohne jede Frage. Auch die Haltung der Eltern ist durchaus verständlich, auch wenn sie mich beim Lesen aufgebracht hat. Reden ist aber nunmal nicht jedermanns Stärke.
Doch was mir an dieser Mischung aus Krimi und Psychothriller sehr missfallen hat, ist die emotionslose Art und Weise. Ich konnte mich nicht richtig hineinlesen, weil es sich förmlich kalt liest und zu sachlich erscheint. Es kommt einfach kein Gefühl auf, und hat eher den Charakter eines Sachbuches oder eines Protokolls. Das verändert sich im Laufe des Buches kaum, egal wie der Stand der Dinge auch ist. Aus dem Blickwinkel der Mutter dargestellt, ist das Ganze in kurzen Sätzen abgehandelt. Leider konnte es mich nicht wirklich mitreißen, obwohl die Idee, die Brenner hier verarbeitet hat, schon sehr interessant ist.
Ich will mich hier auch nicht schützend vor den Beruf der Polizei stellen, aber irgendwie finde ich, sind sie hier ständig hintendran, ich kann es nicht anders in Worte fassen.
Auch wenn man die Ängste und Sorgen der Mutter, die hier eindeutig im Vordergrund steht, verstehen kann, finde ich es um so unmöglicher, dass sie den Entführer "Freund" nennt. Das geht garnicht, und wurde mir beim Lesen immer deutlicher.

Unterm Strich

Für jemanden, der sich zudem gern mit Psychologie beschäftigt, sicher eine Bereicherung, für mich eher nicht. Darum diesmal 3 Sternthaler von mir.

Der Autor
Wolfgang Brenner, geboren 1954, ist Schriftsteller und Journalist. 2007 erhielt er den Berliner Krimipreis „Krimifuchs“ und 2009 den Internationalen Featurepreis der Stiftung Radio Basel. Seine Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Brenner lebt in Berlin und im Hunsrück. 
Quelle: Amazon

Vielen Dank an Amazon-Vine und den Knaus-Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars.