Sonntag, 10. Februar 2013

"Der Kreuzworträtselmord" von Kerstin Apel

Der Kreuzworträtselmord
Sutton Krimi
155 Seiten
ISBN 9783954001422
Sutton-Krimi Verlag
Preis: 9,95€
Taschenbuch

Die Berliner Zeitung "Aktuelles Blatt" braucht einen Top-Aufhänger, damit die Auflage wieder steigt.
Kurzerhand wird eine Serie über historische Kriminalfälle in's Leben gerufen. Shiva, eine der Journalistinnen, bekommt den Kreuzworträtselmord, ein Fall aus dem Jahr 1981, der die damalige DDR in Schrecken versetzt hat und in seiner Brutalität an einem kleinen Jungen kaum zu übertreffen ist.
Eigentlich war der Fall gelöst und somit abgeschlossen, aber als Shiva mit ihren Recherchen tiefer gräbt, wird sie selbst nicht nur bedroht, sondern auch angegriffen. Was steckt dahinter und was hat die entdeckte Zeugin Susanna damals wirklich damit zu tun?

Meine Meinung

In diesem Krimi versucht die Autorin Kerstin Apel das damals Selbsterlebte zu verarbeiten, denn dieser Krimi beruht auf Tatsachen. Dass sie all dies erst jetzt, 30 Jahre nach dieser grausigen Tat ihres damaligen Freundes zu Papier bringt, dürfte bei vielen auf Unverständnis stoßen. Ich selbst kann das verstehen, denn ich finde es entsetzlich, dass sie all die Jahre geschwiegen hat, allerdings mag ich mir auch nicht vorstellen, wie sie damit bis jetzt leben konnte, immerhin war sie zum Zeitpunkt de Verbrechens noch sehr jung. Aber das tut hier nichts zur Sache, es geht hier um das Buch, und nicht darum, über jemanden zu richten!

Die Art, wie dieser Krimi geschrieben ist, kommt für mich absolut emotionslos, ja kalt rüber, eher wie ein Protokoll oder eine Dokumentation, da ändert auch das Drumherum mit Urlaub, Journalistin usw nichts.
Ich bin ehrlich, nach anfänglicher Neugierde hatte ich irgendwann nur noch den Wunsch, dass es vorbei sein möge.

Unterm Strich

Ich glaube nicht, dass außer der Autorin irgendjemand, wie zum Beispiel die Eltern des Kindes, auch nur einen kleinen Sinn oder Nutzen in diesem aufgearbeiteten Kriminalfall findet. Ich enthalte mich hier einer Punktevergabe, weil ich so etwas nicht bewerten will und kann.

Die Autorin
Kerstin Apel, Jahrgang 1963, lernte als Schülerin in Halle-Neustadt einen Jungen kennen, der zum Mörder werden sollte. »Der Kreuzworträtselmord« ist ihre erste schriftstellerische Arbeit. Nach 30 Jahren verarbeitet sie darin literarisch ihre eigenen traumatischen Erfahrungen. Denn was trotz all der Berichterstattung über den wohl aufsehenerregendsten Kriminalfall der DDR-Zeit nie bekannt wurde: Sie musste entdecken, dass ihr damaliger Freund den siebenjährigen Lars Bense in der Wohnung ihrer Mutter ermordete.
Quelle: Sutton-Krimi Autorenbiografie 

Vielen Dank an den Sutton-Verlag für dieses Rezensionsexemplar

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