Dienstag, 19. März 2013

"Albert- ein glorreiches Schnabeltier" von Howard L. Anderson

Ullstein-Verlag
272 Seiten
ISBN 9783550088940
Ullstein-Verlag
Preis: 16,-€
gebundene Ausgabe


Als Albert aus dem Zoo von Adelaide ausbricht, hat er nur ein Ziel vor Augen: Das alte Australien zu finden. Den Zoo kann er nicht mehr ertragen, ständig dieses blöde Gegaffe der Besucher, die mit Popkorn nach ihm werfen, damit er abtaucht in's Wasser. Besser ist es dort auch nicht, denn durch eine dicke Glasscheibe können sie ihn weiter beobachten, mit ihren riesigen Gesichtern.
Aber der Weg in das legendäre Australien ist schwieriger und steiniger, als Albert das erwartet hatte.
Also dann, lasse Sie uns Albert ein Stück auf seiner Suche begleiten.

Meine Meinung

Nach dem Klappentext und auch nach der Leseprobe war mir trotzdem nicht so ganz klar, was ich hier vor mir hatte. Und ich gestehe, es hat auch etwas gedauert, bis ich mich eingelesen habe. Und was soll ich nun sagen?

Auf seinem recht beschwerlichen Weg durch die Wüste lernt Albert viele verschiedene Wegbegleiter kennen. Von Menschen ist in diesem Buch keine Spur, es geht durchweg um Tiere.
Gleich zu Beginn stellt der Autor diese Wegbegleiter zum Glück allesamt vor. Und so trifft der Leser auf Dingos, einen Waschbären, Kängurus, Wombats, Wallabys, einen tasmanischen Teufel, Bandicoots, ein Possum und natürlich das Schnabeltier.

Jeder von ihnen wird hier, bis auf die Dingos, so stark vermenschlicht, dass ich zeitweise wirklich vergaß, was für tierische Helden sich hier tummeln. Leider sind es nicht immer die günstigsten Bedingungen, unter denen das Schnabeltier ihnen begegnet und viele der Begegnungen enden blutig oder sogar tödlich. Und hier ist für mich das hauptsächliche Problem: Es gibt einfach zu viele Tote.

Dieses Buch ist nicht witzig oder lustig, und sollte es sarkastisch sein, habe ich den Sarkasmus darin nicht gefunden.
Die tierischen Helden sind auch nicht niedlich, sondern, durch ihre Vermenschlichung, oft gemein und hinterlistig, alkoholsüchtig oder pyroman. Nur wenige von ihnen waren mir sympathisch.
Die anfängliche Schwermut und meine Schwerfälligkeit, was das Lesen an sich betraf, hat sich leider über die gesamte Seitenzahl hingezogen.

Unterm Strich

Die Moral dieser Geschichte hat sich mir leider nicht offenbart- schade. Ich wünsche Albert alles Gute in Australien, aber leider ohne mich. Dafür gibt es von mir 2 Sternthaler.

 Der Autor
Howard L. Anderson hat schon einiges erlebt: Er arbeitete auf einem Fischereiboot in Alaska, in den Stahlwerken von Pittsburgh, als Lastwagenfahrer in Houston und als Drehbuchautor in Hollywood. Er studierte Jura, und gegenwärtig vertritt er als Strafverteidiger Mexikaner, denen Straftaten auf amerikanischen Boden vorgeworfen werden. 
Quelle: Ullstein- Autorenseite

Vielen Dank an den Ullstein-Verlag und Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar.

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