Donnerstag, 28. Februar 2013

"Ankerzurren" von Rainer Nocht

Rainer Nocht: Ankerzurren
Edition Thaleia
168 Seiten
ISBN 9783924944957
Verlag Edition Thaleia
Preis: 14,-€
Taschenbuch

Da ist er wieder, dieser Penner aus der Leinemasch, Kai sieht ihn fast täglich. Der Typ wohnt in einem alten Zirkuswagen, bestimmt total heruntergekommen, Hartz 4, ungepflegt, zugemüllt, ewig breit. So zumindest stellt der Banker sich das vor. Für ihn unvorstellbar, so zu leben. In seinem Penthouse mit eigenem Fahrstuhl, Whirrlepool, Blick über Hannover, das ist genau das richtige für Kai.
Doch bei einer seiner Trainingsläufe für den Hannover-Marathon kommt dieser Penner ihm näher, als Kai lieb ist. Mit einem Sprung vom Dach des Zirkuswagens rettet er Kai vor der Beißattacke eines Dobermanns. Ein Sprung, der vieles für Kai verändert, ein Sprung in eine Männerfreundschaft, an die er im Leben nie geglaubt hätte.

Meine Meinung

Das ist wieder so ein Buch, das ich erst einmal zuklappe und für einen Moment in mich gehe, warte, nachdenke, überlege.
Ankerzurren . . . schon der Titel ist irgendwie anders. Jeder von uns hat irgendwo seinen Anker festgemacht, fühlt sich sicher in seinem Hafen, das hoffe ich zumindest. Aber wie schnell kann die Ankerkette reißen, alles verändern, mich ziellos werden lassen.
So ist es hier geschehen: Rolf ist so ein Mensch. Seine Ankerkette war stark, sicher, fest in ihren Gliedern. Bis zu einem tragischen Ereignis, bei dem er seine Frau und einen seiner Söhne verlor. Schnell war der soziale und gesellschaftliche Abstieg vollbracht, vom Studierten bis zum drogen- und tablettenabhängigen Nichtsnutz. Aus dieser Talsohle zu entkommen, das schaffen nicht viele.
Ganz anders ist Kai, 20 Jahre jünger als Rolf, mitten im Leben, im Beruf stehend, klare Ziele vor Augen, alle mit Aussicht auf Erfolg. Sein Anker ist fest verzurrt, bewegt sich keinen Millimeter. Nur keinen Blick über den Tellerrand wagen.

Als Kai und Rolf aufeinander treffen, knallen somit zwei Welten aufeinander. Zu Beginn prallen sie voneinander ab. Und doch ist da etwas, was Kai dazu bewegt, näher heran zu treten an das Leben von Rolf. Ein Dankeschön in Form eines Schecks ist eine Option für Kai, keinesfalls aber für Rolf. Ein Einkauf und ein gemeinsamer Kochabend aber ändert das Gesamtbild der beiden so unterschiedlichen Männer.

Rainer Nocht lässt die beiden wunderbare, gesprächreiche Abende verbringen, in denen sich eine besondere Freundschaft entwickelt. Dass die Gespräche nicht immer reibungslos verlaufen, ergibt sich ganz von selbst. So beginnen Fassaden zu bröckeln, Blickwinkel ändern sich, oberflächliches bekommt einen tieferen Sinn. Manchmal eher bissig, oft sehr poetisch, aber niemals kitschig, einfach nur schön.

Unterm Strich

168 Seiten, in denen sich vieles ändert, mich sehr berührt hat und mich daran erinnert, meinem Anker mehr Spielraum zu geben. Dafür vergebe ich sehr gerne 5 Sternthaler.

Der Autor
Rainer Nocht, 1951 in Berlin geboren, lebt in Hannover. Nach dem Studium an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege mehrjährige Tätigkeit in der Berliner Landesverwaltung. Wechsel in ein Wirtschaftsunternehmen als Bildungsreferent, Trainer und Moderator. Leiter Personalentwicklung eines Großkonzerns. Gründung eines eigenen Beratungsunternehmens. Tätigkeit als Autor von Fachartikeln.
Quelle:  Edition Thaleia

Einen herzlichen Dank an Rainer Nocht, der mir dieses Exemplar zukommen ließ.

Sonntag, 24. Februar 2013

"Ein Glas voll Mord" von Charlotte MacLeod

Ein Glas voll Mord – DuMonts Digitale Kriminal-Bibliothek
DuMont Krimi-Bibliothek
200 Seiten auf meinem Trekstor
ISBN 9783832186852
DuMonts digitale Kriminal-Bibliothek
Preis: 3,99€
Ebook


Pitcherville, ein kleines Dorf in Kanada, da kennt jeder jeden. Und macht ein Gerücht die Runde, ist es schneller durch den Ort, als Sie Piep sagen können.
Und nun ist Tante Aggie tot, gestorben mitten in ihrer Küche, mit einem Glas selbst eingemachter Bohnen. Blöd nur, dass es nicht ihre eigenen Bohnen waren, da ist sich zumindest die Nachbarin Janet sehr sicher. Als sie ein 2. Glas davon findet und dies zur Analyse zum alten Doc bringt, liegt dieser tot in seinem Arbeitszimmer, auf dem Läufer ausgerutscht. Oder etwa nicht? Kurzerhand wird der Mountie Madoc Rhys dazu geholt, um diese doch recht auffälligen Todesfälle zu untersuchen, denn Janet befürchtet, dass sie nun vielleicht zu viel weiß und dadurch selbst in Gefahr gerät.

Meine Meinung

Köstlich, kann ich da nur sagen, mal wieder ein Krimi, der voller Ironie und bissigem Sarkasmus nur so sprüht. Eigentlich würde er auch gut in die Reihe englischer Krimis passen, rein vom Stil.
Es passt eh alles sehr gut, ein kleiner idyllischer Ort, recht gute Nachbarschaft, klar - ein schwarzes Schaf muss sein,  jeder hilft jedem, aber jeder weiß auch alles über jeden, was nicht immer gut ist, wie sich hier bald herausstellt.
Toll sind die verschiedenen, sehr ausgeprägten Charaktere, mal naiv, etwas stumpf, mal zickig oder entsetzlich neugierig und redselig, eben so richtige Dorfschwätzer.
Ok, vielleicht sind es dem einen oder anderen ein paar Personen zu viel, manchmal ist das Verwandtschaftsverhältnis etwas verworren, das könnte manchen Leser abschrecken oder zum Aufgeben bewegen.
Ich fand es insgesamt recht abwechslungsreich und förmlich erfrischend. Auf Tätersuche begebe ich mich meist nicht, bin einfach nicht so die Spürnase, von daher habe ich mir auch nicht sonderlich einen Kopf gemacht, wer der Mörder sein könnte. Dafür habe ich aber die Art und Weise des Mounties mit Genuss verfolgt, der langsam das verstrickte Netz auseinander löst und so die wahren Hintergründe aufdeckt, die mich doch erstaunt haben.
Herrlich frech und skurril, alle ein wenig verkorkst, die eine oder andere einen kleinen Sprung in der Schüssel, das hat mich insgesamt gut unterhalten. Blutige Dramen und actionreiche Szenen werden die Leser hier nicht finden, nein, es geht eher gemütlich zur Sache.

Der Schreibstil erscheint etwas altmodisch, aber das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn das Buch kam bereits 1980 das erste Mal auf den Markt. Das merkt man auch sehr gut daran, dass es eine absolut computer- und handyfreie Zone ist.

Unterm Strich

Spritzige Spannung im idyllisch getarnten Dörfchen, da bin ich gern dabei. Dafür gibt es 4 Sternthaler von mir.
Die Autorin
Charlotte MacLeod wurde 1922 in Kanada geboren und wuchs in Massachusetts, USA, auf. 1978 erschien der erste Band ihrer ›Balaclava‹-Serie, 1979 folgte der erste Titel der ›Boston‹-Reihe, die ihren Ruf als zeitgenössische große Dame des Kriminalromans begründeten. Für ihr Werk erhielt MacLeod fünf American Mystery Awards sowie den Nero Wolfe Award. Im Januar 2005 starb Charlotte MacLeod im Alter von 82 Jahren in Lewiston im US-Staat Maine.
Quelle: DuMonts Autorenseite

Ich bedanke mich herzlich bei Blogg dein Buch und dem DuMont-Verlag für dieses Ebook.

Donnerstag, 21. Februar 2013

"Himmelsmarmor" von Rainer Nocht

golub-books
130 Seiten
ISBN 9783942732093
golub-books
Preis: 9,80€
Taschenbuch


Leon hat sein eigenes kleines Haus auf Fuerteventura. Ein wunderbarer Platz, nur für sich allein.
Nein, nicht ganz, Poseidon, ein zugelaufener Hund lebt bei ihm.
Eigentlich sollte Leon in die Zukunft schauen, nach vorn, vielleicht in eine Zukunft mit Consuela. Immerhin ist er schon 60, und sie 52.
Aber stattdessen treiben seine Gedanken in die Vergangenheit. Die Zeit in Hannover, verheiratet mit Geraldine. In guten wie in schlechten Zeiten . . . bis der Krebs sie besiegte.
Und dann die Rosemarie, flippig, reich, Beruf: Tochter. Sein Rettungsanker vor der Angst vorm Allein-sein? In guten wie in schlechten Zeiten . . . bis er vor ihr geflohen ist. Und auch jetzt, 8 Jahre später noch immer nicht geschieden.

Meine Meinung

Himmelsmarmor- eine Geschichte voller Erinnerungen, Gedanken, Rückblicke.
Zu Beginn fand ich die Geschichte etwas holprig, den Gedankensprüngen konnte ich kaum folgen, weil ich nicht wusste, worum genau es geht. Doch wie ein verworrenes Knäuel entspinnt sich langsam ein Faden, und ich kam nach und nach dahinter, um was Leon sich hier so seine Gedanken macht. Und je mehr es sich entwirrte, umso mehr wollte ich erfahren. Dabei wird der Verlauf sehr emotional und tiefsinnig, zudem manchmal sehr traurig, aber dennoch auch poetisch.

Rainer Nocht schafft es, die Charakterzüge zweier Frauen so lebhaft und detailliert zu beschreiben, das ich mir die Personen in meinem Kopfkino sehr gut vorstellen konnte. Die eine so sensibel und gut, die andere arrogant und förmlich bedrohlich.
So durfte ich als Leserin viele Stationen in Leon's Leben mit erleben, mitlachen, mitweinen, mitfliehen.
Und obwohl es nur 130 Seiten hat, gibt es viel, über das Leon sinniert, während im Buch nur eine einzige Nacht vergeht. Abwechselnd im Jetzt und im Damals springen seine Gedanken hin und her.

Der Schreibstil des Autors ist zu Beginn recht gewöhnungsbedürftig. Kurze, abgehackte Sätze, mehr wie Gedanken, viel aus der Sicht des Erzählers, dann spontan aus Leons Sicht, das hat meinen Lesefluss anfangs sehr eingebremst, manchmal musste ich den einen oder anderen Absatz zweimal lesen.
Im weiteren Verlauf habe ich mich dann aber einlesen können und es ging zügiger voran.

Unterm Strich

Ein Buch, das berührt, nichts für nebenbei, voller Gefühl und Tiefgang, dafür 4 Sternthaler von mir.


Der Autor
Geb.: 22. März 1951, Berlin
Wohnort: Hannover
  • Nach dem Studium an der Fachhochschule für Verwaltung u. Rechtspflege mehrjährige Tätigkeit im Bereich Fortbildung der
    Berliner Landesverwaltung.
  • Wechsel in ein Wirtschaftsunternehmen
    als Bildungsreferent, Trainer u. Moderator.
  • Leiter Personalentwicklung eines
    Großkonzerns.
  • Gründung u. Leitung eines eigenen
    Beratungsunternehmens.
  • Tätigkeit als Autor von Fachartikeln
  • Beitrag in der Anthologie „Gier“, Oktober
    2010, Verlag Michason & May.
    http://michasonundmay.de

  • “Ankerzurren“, Roman, Dezember 2010,
    Verlag Edition Thaleia.“http://www.edition-thaleia.de” “Himmelsmarmor”, Roman, Oktober 2012, Verlag Golub-books
  • Beitrag in der Anthologie “Der Anfang”,
    Verlag Golub-books.
    www.golub-books.de
Quelle: Autorenwebseite

Vielen Dank an Rainer Nocht und den golub-books-Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

"Dunkle Gewässer" von Joe R. Landsdale

Tropen Krimi
320 Seiten
ISBN 9783608006063
Klett Cotta-Verlag/ Tropen Krimi
Preis: 19,95€
gebundene Ausgabe

Als sie May Lynn beim Angeln finden, trägt sie dieses hübsche, geblümte Kleid. Aber es ist egal, denn sie ist tot. Am liebsten hätte Sue Ellens Vater die Leiche zurück in den Fluss geworfen, und die Nähmaschine, die an ihren Füßen hing, gleich hinterher. Es gibt eh nur Theater, egal ob mit dem Dorfpolizisten oder
May Lynn's Vater. Aber Sue Ellen und ihre Freunde haben etwas anderes vor, denn May Lynn wollte so gerne nach Hollywood. Sie müssen nur noch das Geld finden, das May Lynn's Bruder bei einem Überfall erbeutet und irgendwo versteckt hat.

Meine Meinung

Schon nach den ersten Seiten fühlte ich mich in diesem Buch total wohl, trotzdem es ja eigentlich recht traurig beginnt, immerhin wird die Leiche eines jungen Mädchen gefunden, und niemand kann sagen, wer sie umgebracht hat.
Der Sprachstil erinnerte mich sofort an Tom Sawyer, einfach gehalten, aber dadurch sofort liebenswert. Die Gegebenheiten, in denen die Mitwirkenden aufwachsen und leben, sind denkbar ungünstig. Alle haben Träume, möchten ihr Leben verändern, ausbrechen, doch kaum eine Chance bis zu diesem Moment. Die Geschichte spielt in einer Zeit, in der Farbige immer noch nicht in der Gesellschaft akzeptiert und integriert wurden.
Jinx interessiert das nicht sonderlich, sie hat eine wunderbare große Klappe und spielt diese auch voll aus. Terry ist eher zurückhaltend, er ist schwul und damit genau so ein Außenseiter wie Jinx.
Als die beiden gemeinsam mit Sue Ellen und ihrer Mutter die Asche May Lynns nach Hollywood bringen, erleben sie so einiges und geraten in manche brenzlige Situation.

Sue Ellen ist die Erzählerin, ihre Sichtweise ist die eines 16 Jahre jungen Mädchens und trotz aller trauriger und schlimmer Ereignisse gibt dieser Krimi auch sehr viel lustiges und ironisches von sich, auch wenn manches vielleicht etwas skurril und abgehoben ist. Ich meine, wer gräbt schon eine Leiche aus, verbrennt diese und bringt die Asche in einem Pappkarton auf einem Floß Richtung Hollywood?
Der Weg ist lang, doch der Krimi ist sehr kurzweilig und wirklich flott zu lesen.

Unterm Strich

Es war mein erster Landsdale, aber wenn die anderen vom Stil ähnlich sind, wird es mir ein Vergnügen sein, mehr von ihm zu lesen. Ich vergebe hier sehr gerne 5 Sternthaler.

Der Autor
Joe R. Landsdale: geboren 1951 in Gladewater in Texas, hat mehr als ein Dutzend Romane geschrieben, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt, u. a. den American Mystery Award, den Edgar Award und sieben Bram Stoker Awards. Seine Werke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Familie in ­Nacogdoches, Texas.
Quelle: Klett-Cotta 

Vielen Dank an Vorablesen und Klett-Cotta für dieses Vorab-Exemplar.

Sonntag, 17. Februar 2013

"Hirngespenster" von Ivonne Keller

Hirngespenster
Drömer-Knaur-Verlag
387 Seiten auf meinem Trekstor
ISBN 9783426430651
Neobooks.com/   Drömer Knaur-Verlag
Preis: 4,99€
Ebook

Silvie, Anna und Sabina - drei Frauen - drei Geschichten, jede für sich, und doch miteinander verbunden.
Silvie und Anna sind Schwestern, und so unähnlich wie es nur geht. Sabina kommt aus den USA und war einst die Freundin von Silvies jetzigem Ehemann Johannes. 
Jede dieser Frauen lebt natürlich ihr eigenes Leben.

Silvie, verheiratet mit Johannes, und eine Affäre mit Jens, hin- und hergerissen zwischen den beiden Männern, und Mutter zweier Jungs, Ole und Lars.

Anna, ihre Schwester, ebenfalls verheiratet und drei Kinder, alles Mädels, die sie kaum im Zaum halten kann. Um ihr Leben einigermaßen in den Griff zu bekommen und ihren eigenen Ansprüche und denen ihres ehrgeizigen Mannes gerecht zu werden, nimmt sie Tabletten, ihre Kinder bekommen manchmal auch welche. Therapie? Nein, geht schon so. . .

Und dann ist da ja noch Sabina. Als Johannes in den USA war, ist zwischen den beiden mehr als nur Freundschaft entstanden. Doch Johannes ging zurück und ist nun mit Silvie verheiratet. Auch als Sabina nach Deutschland zieht, sieht sie kaum eine Chance, Johannes für sich zu gewinnen.

Doch dann geschieht dieses Unglück und als Silvie wieder zu sich kommt, ist ihre Ordnung total auf den Kopf gestellt.

Meine Meinung

Diese 387 Seiten sind so voller Emotionen, aber auch Spannung, ich hab's in drei Tagen durchlesen müsse, schnell gings nicht. 
Die Kapitel handeln abwechselnd mal von Anna, Silvie oder Sabina. Erzählt wird aus der Vergangenheit bis heute.
Dazwischen gibt es aber auch immer wieder kursiv geschriebene Abschnitte, in denen Silvie über das Jetzt berichtet. Dabei geht es um Dinge, die um sie herum geschehen, ohne dass sie selbst etwas tun kann. Sie kann weder sprechen, noch laufen, selbst essen oder sich anziehen. Ihre einzigen Äußerungen lauten AAaah und OOoohh. Aber sie erinnert sich an alles aus der Zeit, bevor es um sie herum dunkel wurde, wie sie selbst bemerkt, zumindest in ihren Gedanken.
Mehr mag ich hier nicht erzählen, sonst verrate ich womöglich zu viel.
Diese drei Frauen, die wirklich unterschiedlicher nicht sein könnten, werden von der Autorin Ivonne Keller sehr genau dargestellt.
Während Silvie recht sympathisch rüberkommt, empfand ich bei Anna gleich Abneigung, später aber auch Mitleid. Sabina wirkt unscheinbar, nicht gerade selbstbewusst, zwar wichtig, aber erstmal eher im Hintergrund, unterschwellig.
Und doch haben sie zum Ende hin soviel miteinander zu tun, dass ich sprichwörtlich erstmal auf dem Schlauch stand, bis ich endlich begriff . . .

Unterm Strich

Ganz ehrlich? Ich habe mich geärgert, dass ich dieses Buch nicht schon eher gelesen habe.  Dafür gibt es 6 Sternthaler, was hier ja nicht so oft vorkommt.


Die Autorin
Seit ihrer Kindheit liebt Ivonne Keller das Spiel mit der Sprache. Aufgewachsen in einem hessischen Dorf, begeisterte sie sich bereits in der Schule für englischsprachige Literatur und lernte später während eines Auslandsstudiums im andalusischen Granada Spanisch. Die Faszination für Sprache, gekoppelt mit dem Interesse für alles Menschliche, führte sie neben ihrer Arbeit als Personalerin zum Schreiben. Dabei interessiert es sie besonders, was mit Menschen passiert, die kurz davor sind, auszuflippen. Wenn das Leben so anstrengend wird, dass die Fassade bröckelt und man auf das schauen kann, was dahinter liegt. Meist sind Frauen ihre Hauptfiguren – so wie in ihrem ersten Roman »Hirngespenster«. Ivonne Keller lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt am Main.
Quelle: Neobooks.com 

Vielen Dank an Neobooks und Ira Zeitzen für dieses Rezensionsexempalr.