Dienstag, 30. April 2013

Verlosung zum Welttag des Buches 2013

So meine Lieben,

der Welttag des Buches 2013 hat sicher schon vielen Bücherratten das eine oder andere Buch beschert. Und auch bei mir gab es ja einen Krimi von Inge Löhnig zu ergattern.

Ich freue mich, dass es insgesamt 41 Mails gab und die oder der Gewinner wurde mit Hilfe des Zufallsgenerators nun ermittelt. Die Mails wurden in der Reihenfolge des Posteingangs durchnummeriert und die Zahl 32 hat gewonnen.



Und diese Zahl trifft die Mail von Ivonne H. aus Dortmund!

Herzlichen Glückwunsch, dein Gewinn macht sich am Donnerstag auf die Reise! Alle anderen haben sicherlich mal wieder eine Gewinnchance bei einer nächsten Verlosung

Nun wünsche ich Euch allen einen schönen 1. Mai . . . ich hab morgen Frühdienst . . .
Liebe Grüße, Eure Petra

Montag, 29. April 2013

"Die Wandler -Der Beginn-" von Laura Bitterlich

Edition-Zweihorn
176 Seiten
ISBN 9783943199123
Edition- Zweihorn
Preis: 9,95€
Taschenbuch


Leara freut sich schon sehr auf ihren 15. Geburtstag. Denn dann erhält sie ihre Tierform, in welchen sie sich verwandeln kann, wann immer sie möchte, solange sie kein Silber am Körper trägt. Leara ist eine Gestaltwandlerin und sie lebt mit ihrer Familie in diesem Königreich.

Ihre Familie, das sind ihr Vater Imalik und ihr kleiner Bruder Hano. Ihre Mutter lebt nicht mehr, sie wurde von Kriegern auf der Jagd umgebracht. Leara würde auch gern eine Kriegerin werden, damit sie ihre Mutter rächen kann. Doch dafür müsste sie eine bestimmte Tierform erlangen, zum Beispiel eine giftige Schlange. Dann dürfte sie aus dem 5. in den 2. Ring umziehen, doch dazu müsste sie ihre Familie verlassen. Doch noch weiß sie nicht, welche Tierform die ihre ist.

Ganz anders geht es Cerin, dem Herrschersohn. Er kann sich in einen Drachen verwandeln. Doch das langweilt den 17-jährigen mittlerweile sehr, ebenso wie sein ewig gleicher Tagesablauf und die Tatsache, dass er sich jeden Tag auf's neue Mädchen anschauen muss, um vielleicht eine von ihnen zu heiraten. Viel interessanter wäre es doch, einmal die anderen Ringe als nur den 1. und den 3. zu besuchen und zu erkunden. Vielleicht findet er ja so das Mädchen seiner Wahl.

Meine Meinung

Die Autorin Laura Bitterlich hat mit 13 Jahren begonnen, diese Geschichte zu schreiben. Mittlerweile ist sie 16. Das musste ich mir während des Lesens immer wieder vor Augen führen.
Mit viel Fantasy erzählt sie hier eine tolle und vielfältige Geschichte, die ich von einer damals 13jährigen nicht erwartet hätte.

Mit diesem 1. Teil führt sie uns in das Reich der Wandler, ein interessantes Volk, das aber durch seine Fähigkeit auch sehr gefährlich werden kann, ich denke da nur an eine Geschichte mit Ameisen . . . Das Ganze hat einen recht mittelalterlichen Charakter, egal ob es um die Beschreibung der Orte oder die Kleidung geht. Laura hat dabei eine sehr detailreiche Art, alles zu beschreiben, das gefällt mir gut. Auch mit der Vielzahl der Personen kam ich gut zurecht, weil es nicht so überladen war und erst nach und nach im Verlauf immer mehr dazu kommen.

Mit kurzen, unkomplizierten Sätzen geht die Geschichte zügig voran, so vergehen auf 176 Seiten mehr als 3 Wochen wie im Flug. Manchmal ging es mir dabei zeitweise schon zu schnell voran, und es machte manchmal einen eher gehetzten Eindruck. Aber Langeweile kommt so auf keine Fall auf.
Toll ist es, dass es eine Landkarte gibt auf ihrer Website, denn die Ringe, wie Laura die einzelne Landstriche bezeichnet, kann ich mir so besser vorstellen.

Unterm Strich

Der Beginn ist gut gelungen, nun warte ich gespannt auf mehr. Insgesamt ein fantasyreicher Auftakt und mit der geringen Seitenzahl wirklich gut weg zu lesen. Genau die richtige Länge, um die jugendlicher Leser anzulocken. Dafür sehr gerne 4 Sternthaler von mir.

Die Autorin
Ich hab mit 13 Jahren angefangen "Die Wandler - Der Beginn" zu schreiben und hab das Manuskript nach einem Jahr beendet. Anschließend habe ich noch weitere Geschichten geschrieben, wenn auch bisher nur Eine (Demonhunter) zu Ende gebracht.
Noch liegen ziemlich viele angefangene Geschichten auf meiner Festplatte, was bedeutet, dass von mir noch ziemlich lange Bücher zu erwarten sind.
Aktuell gehe ich in die 11. Klasse auf einem Gymnasium im Saarland und plane, nach dem Abi Psychologie zu studieren.
Wenn ich nicht in der Schule bin lese ich sehr gern und viel (okay, ich gebe zu, das tue ich ab und an
auch IN der Schule), besonders Fantasy und Psychothriller. Aber ich spiele auch Computerspiele, schreibe an meinen Geschichten und mache Wing Tjun (das ist Kung Fu).
Quelle: Internetseite von Laura Bitterlich

Vielen Dank an Edition-Zweihorn und Karina Woller für dieses Rezensionsexemplar.

Sonntag, 28. April 2013

"Greed Castle" von Carolin Römer

Conte-Verlag
287 Seiten
ISBN 97834941657861
Conte-Verlag
Preis: 13,90€
Taschenbuch


Der ehemalige Polizist Fin O'Malley ist mal wieder in Schwierigkeiten. Eine Leiche kreuzt seinen Weg, ziemlich übel zugerichtet von den Möwen. In dem alten, langsam in sich zerfallenden Herrenhaus findet er zunächst keine weiteren Hinweise, dafür folgt ihm nun ein weißer Hund.
Ziemlich schnell gerät Fin unter Verdacht und bald hat er alle Hände voll zu tun, um zu beweisen, dass er nicht der Mörder ist. Foley's Bewohner sind ihm keine große Hilfe und Nora Nichols, die alte, verschrobene Schachtel ist sicher, dass das eh auf's Konto der Kobolde und Feen geht. Haben die womöglich auch Lily, Fin's Tochter entführt?

Meine Meinung

Nachdem ich mich bei Fin O'Malleys 1. Fall "Die irische Meerjungfrau" schon köstlich amüsiert habe, war ich natürlich erfreut und sehr gespannt, was es mit seinem 2. Fall auf sich hat.
Carolin Römer hat O'Malley sich langsam einleben lassen in dem kleinen Dorf Foley. So ganz wird er wohl nie dazu gehören, aber mittlerweile sperrt sich die Dorfgemeinschaft nicht mehr komplett gegen ihn.

Auch diesmal gab es reichlich zu schmunzeln, wenn das Thema auf die Rachezüge der Feen und Kobolde kam. Aberglaube hin oder her, diesmal geht's Fin ordentlich an den Kragen. Manchmal hatte ich dabei das Gefühl, die Dorfbewohner helfen ihm nur scheinbar, um ihn letztendlich doch wieder loszuwerden.
So ganz nebenbei muss er sich auch noch um seine pubertierende Tochter Lily kümmern, die zur Zeit zwar bei ihm wohnt, eigentlich aber viel lieber mit Diarmund abhängt. Ein düsterer Typ, den Fin eigentlich nicht in Lily's Nähe sehen will.

Natürlich lässt Fin es sich nicht nehmen und gräbt mit seiner detektivischen Spürnase alles durch, um heraus zu bekommen, was es mit der Leiche und dem alten Herrenhaus auf sich hat. Es gibt genug Gerüchte, dass dort alles umgebaut werden sollte, und die Interessenten haben weiß Gott nicht immer eine weiße Weste.

Lange bleibt der Leser im Ungewissen, die Hinweise gehen mal in die eine, mal in die andere Richtung. Es ist ein ständiges Auf und Ab, was die Spannung betrifft und auch der Humor kommt dabei nicht zu kurz. Doch trotzdem hat es mich nicht so gepackt und gefesselt wie im 1. Fall, vielleicht war meine Erwartungshaltung etwas zu hoch. Genossen habe ich diesen Krimi aber auf jeden Fall, egal, ob mit oder ohne Kobold.

Unterm Strich

Leider etwas weniger Biss diesmal, aber insgesamt trotzdem lesenswert. Um gewisse Gegebenheiten zu verstehen, ist es allerdings erforderlich, auch den 1. Teil zu kennen. Ich vergebe 4 feenhafte Sternthaler und warte gespannt auf mehr von Fin O'Malley.

Die Autorin
Carolin Römer arbeitet als Cutterin beim Fernsehen und lebt in Saarbrücken. Ihre Ermittlerfigur Fin O'Malley hat sie für mehrere Folgen angelegt.
Quelle: Conte-Verlag Autorenseite

Vielen Dank an den Conte-Verlag und Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar. Interesse geweckt? Dann klickt bitte hier.

Dienstag, 23. April 2013

Welttag des Buches 2013 - Blogger schenken Lesefreude -

So Ihr Lieben,

auch ich bin in der nahezu endlosen Liste, die sich aus der Idee von Christina und Dagmar entwickelt hat. Dafür nochmal herzlichen Dank an die beiden, die sicher nie geglaubt hätten, dass ihre Aktion so einen Andrang hat.


Hier auf dieser Teilnehmerliste findet Ihr alle 1008 Blogs und Teilnehmenden, die heute mindestens ein, manche sogar zwei oder mehr Bücher verlosen. Die Aktion geht bis zum 30.04., es lohnt sich also auf jeden Fall, mal da und dort vorbei zu schauen.

Und auch bei mir könnt Ihr teilnehmen.

Dabei geht es um folgendes Buch:

Schuld währt ewig von Inge Löhnig

Kurze Info dazu
Eine einzige Sekunde hat Susannes Leben für immer verändert. Ein Kind ist tot. Für die junge Frau ein Alptraum, der nie endet, eine Suche nach Sühne, die vergebens ist. Dann sterben zwei Menschen. Sie wurden ermordet. Auch in ihrer Vergangenheit gibt es ein düsteres Geheimnis, eine Schuld, die für immer bleibt. Kommissar Dühnfort verfolgt einen Täter, der auf grausame Weise für seine Vorstellung von Gerechtigkeit sorgt. Ein Rächer, der Gleiches mit Gleichem vergilt und keine Gnade kennt.
Quelle: der Club

Wollte ihr dabei sein, dann  macht mit. Schreibt mir bitte bis zum 29.04.2013 bis 20.00 Uhr eine Mail an petramurach@alice.de mit dem Betreff "Welttag des Buches". Am 30.04. finden auf allen teilnehmenden Blogs die Verlosungen statt.

Ich wünsche allen viel Glück, nicht nur bei mir!

Liebe Grüße, Eure Petra

Montag, 22. April 2013

"Der süße Kuss der Lüge" von Beatrix Gurian

Arena-Verlag
360 Seiten
ISBN 9783401067124
Arena-Verlag
Preis: 12,99€
Taschenbuch


Lu, eigentlich Marie-Luise, ist verliebt. Unglaublich, dass gerade dieser Polizist so auf sie abfährt, sie so sehr verzaubert hat. Und so, wie es aussieht, meint er es wirklich ernst. Sogar mit ihrer kleinen Nichte Ida kommt Diego toll zurecht.
Aber als Ida auf dem Spielplatz spurlos verschwindet und Diego, der ja immerhin Polizist ist, sich nicht um Hilfe bemüht, wie er es versprochen hat, bricht für Lu eine Welt zusammen. Hat Diego etwas mit dem Verschwinden der Kleinen zu tun? Wohl ja, denn alles was er Lu je erzählt hat, bricht nach und nach wie ein Kartenhaus zusammen. Um auch das kleinste Detail festzuhalten, berichtet sie der Polizei alles von Anfang an bis zu dem Zeitpunkt, als Ida verschwand. Nur so besteht die Hoffnung, Ida zu retten.

Meine Meinung

Ich bin ganz ehrlich, zu Anfang ging Lu mir ziemlich auf die Nerven. Ok, ein junges Mädchen, gerade 17 Jahre alt, nicht so der flippige Typ, näht ihre Klamotten selbst und hat ein paar Pfunde zu viel an Bord. Das, was sie dort zu viel hat, ist an Selbstbewusstsein definitiv zu wenig. Voller Selbstzweifel kommt sie klein und unscheinbar rüber, mein Kopfkino stellte sich ziemlich zügig ein hässliches Entlein vor.
Und dann kommt so ein smarter, schlanker, gutaussehender Polizist daher und wickelt sie förmlich um den kleinen Finger. Dieses rosarote Getue und diese naive Art, das wurde mir irgendwann zu viel. Ebenso wie dieses ewige "Oh mein Gott, ich bin schuld. . . " immer und immer wieder, das war zweitweise übertrieben. Das Ganze wird aus der Sicht Lu's berichtet. Zwischendurch gibt es jedoch Kapitel, deren Geschichte in einen anderen zeit verläuft. Sie beginnen 1994 und beschreiben das leben eines Kindes, später Jugendlichen. Was man da zu lesen bekommt, geht einem schon ganz schön nahe. Dabei geht es hauptsächlich um zwei Jungs, die erst gegeneinander, später miteinander allerhand durchstehen müssen, bis es zu einem tragischen Ereignis kommt. Die Autorin beschreibt das Geschehen aus der früheren Zeit recht anonym,      
es werden zwar Namen genannt, die aber stehen in keinem offensichtlichen Zusammenhang mit den aktuellen Personen der Jetzt-Geschichte. 
Insgesamt hatte ich irgendwann das Gefühl, dass es mir zu langatmig wurde, viel Gerede und Drumherum, aber kein so rechtes von der Stelle kommen. Der Schreibstil hingegen hat mir gut gefallen, in kurzen Sätzen, nicht verschachtelt, wird dieser doch spannende Thriller auch Jugendlichen gut näher gebracht.

Unterm Strich

Liebe kann gefährlich sein, so steht es auf der Rückseite dieses Buches. Es hat hier viel mit Vertrauen zu tun, auch wenn die Wolken rosarot sind, so können sie doch auch schnell grau oder schwarz werden. Für die Länge und ein wenig zu viel Naivität gibt es Punktabzug, aber immer noch 4 Sternthaler von mir.

Die Autorin
Beatrix Gurian wurde 1961 geboren. Bevor sie ihren Mädchentraum vom Bücherschreiben verwirklichen konnte, studierte sie Theater- und Literaturwissenschaften. Danach arbeitete sie als Redakteurin knapp zehn Jahre bei verschiedenen Fernsehproduktionen. Seit 2000 schreibt sie Romane für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Beatrix Gurian lebt mit ihrer Familie in München.
Quelle: Arena Autorin-Seite
Vielen Dank an den Arena-Verlag und  Julia Zieker für dieses Rezensionsexemplar.

Montag, 15. April 2013

Frühling...

Endlich wird es warm, der Frühling macht sich breit.
Ich habe es heute morgen um 5 Uhr schon genossen, als ich die Vögel zwitschern hörte an der Bushaltestelle. Noch lauter als sonst, noch energischer. Auf Station ist die Wärme schon fast wieder unangenehm, besonders für die, die nicht aufstehen können oder dürfen . . .


Und nun sitze ich hier nach Dienstschluss daheim auf unserer Terrasse und versuche, eine Rezi zu schreiben. Allein bin ich nicht, unsere Katzen gesellen sich dazu, legen sich auf den Tisch, auf den Schreibblock, mopsen mir meinen Kugelschreiber.



Also schnell mal eine kleine Kuscheleinheit einlegen, hab jetzt eh keine Chance, weiter zu schreiben. Aber die Ladys sind heute hibbelig, überall raschelt es, die Piepmätze fliegen hin und her, mit kleinen Zweigen in ihren Schnäbel und immer in "Hab-acht-Stellung", um ja nicht als Katzefutter zu enden.

Nebenan im Teich quakt der erste Frosch, oho, dass wird unseren Sohnemann nicht gerade erfreuen, sein Zimmer geht genau in die Richtung. Hoffen wir mal, dass der Frosch heute Nacht gut schläft.


Klasse, wir wohnen Stadtrandnah und unser Garten wimmelt nur so von Tieren. Die Eichhörnchen im Kirschbaum und in den Tannen zu beobachten, dabei die relative Stille geniessen, ohne das Klingelgeräusch auf Station, ohne das freudige Dazwischengequake vom Töchterchen oder die schlechte Laune vom Sohnemann, weil es schon wieder viel zu warm ist . . .  einfach herrlich. Ein leichter Wind lässt das kleine Windspiel klingen, ach ja, hier könnte ich ewig sitzen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Start in die Woche
Liebe Grüße, Eure Petra

Dienstag, 9. April 2013

"Mit Liebe hat das nichts zu tun!" von Claudia Mech

160 Seiten
ISBN 9783936628197
Elf-Uhr-Verlag
Preis:  11,-€
Taschenbuch


Stefanie wächst bei ihren Großeltern auf, nennt sie jedoch liebevoll Mutti und Vati. Sie ist die Jüngste, ihre "Brüder" beziehungsweise Onkel sind alle schon aus dem Haus.
So ist sie eigentlich wohlbehütet, hat Freundinnen und Freunde, kommt in der Schule gut zurecht, hat ein schönes Zuhause.
Und dieses Jahr gibt es für alle zusammen einen tollen Urlaub in den Sommerferien: Sie fliegen nach Mallorca. Hier allerdings geschieht es das erste Mal, dass Vati sie beim Eincremen unsittlich berührt. Ihr ist das sehr unangenehm, aber als 12-jährige ist das eh alles sehr neu und es verwirrt sie. Und auch nach dem Urlaub lässt Vati nicht die Finger von ihr.

Meine Meinung

Erst einmal muss ich der Autorin Claudia Mech meinen Respekt aussprechen, denn was sie hier geschrieben hat, ist ihre eigene Geschichte.
Sie hat sie aufgeschrieben für ihre Mutter, damit sie vielleicht versteht, was damals geschehen ist, nachdem die Frage aufkam, wer denn eigentlich angefangen habe.

Zu behaupten, es habe mir gefallen, was ich gelesen habe, ist verkehrt. Aber es hat mir gefallen, wie die Autorin es geschrieben hat. Sie ist zurück gegangen in ihre Kindheit, und beschreibt das Ganze aus ihrer Sicht als 12-jährige. Und so tragisch, wie es ist, ihr "Geheimnis" mit Vati hat ihr anfangs sogar gefallen. Dieses neue und unbeschreibliche Gefühl dabei, so etwas schönes kann doch nicht schlecht sein. Und selbst Vati beteuert immer wieder, dass es etwas ganz natürliches ist. Mit diesen Aussagen hat er seine Enkelin förmlich gefesselt.
Erst mit der Zeit wird ihr klar, dass das ganz und gar nicht ok ist. Doch trotz des Ekels und der ständigen Befürchtung, erwischt zu werden, weiß sie nicht, wie sie aus der Situation entfliehen könnte. Wem soll sie sich anvertrauen? Der Mutter garantiert nicht . . .
Stefanie hat einen Kosenamen, sie ist Vati's Schnobbelchen. Diesen Namen konnte ich irgendwann kaum noch ertragen, bei jeder Nennung bekam ich Gänsehaut und es widerte mich förmlich an.

Ich denke, man darf dabei auf keinen Fall vergessen, dass die Gesellschaft mit Sex und Mißbrauch ganz anders umging. Unsere Kinder sind heute früher aufgeklärt und ihnen stehen durch das Internet viel mehr Informationen zur Verfügung. Das schützt sie natürlich trotzdem nicht vor solchen Geschehnissen. Stefanie hatte diese Möglichkeiten nicht . . . Und ein Kind war sie zu der Zeit auf jeden Fall. Pumuckel im Fernsehen schauen, verstecken spielen im Wald mit ihren Freunden, Musik hören und von der großen Liebe träumen, das sind Dinge, die in ihrem Alter normal waren. Aber nicht das, was ihr Großvater ihr angetan hat. Stefanie hat sich in das Schreiben von Gedichten geflüchtet und es im Buch mit aufgenommen.

Unterm Strich

Meine Tochter hat mich gefragt, ob sie es auch mal lesen darf. Und ich hab "ja" gesagt. Ich finde, es ist so geschrieben, dass sie es als 12-jährige auf jeden Fall versteht.
Für den Mut, dies zu schreiben, vergebe ich 5 Sternthaler.

Die Autorin
Claudia Mech wurde 1970 in Heinsberg/Rheinland geboren und wuchs in Wassenberg bei ihren Großeltern auf. Hier besuchte sie die Realschule und machte eine Ausbildung zur Arzthelferin. Im Jahr 1993 heiratete sie und bekam zwei Töchter. Heute lebt sie mit ihrer Familie, der Großmutter, zwei Katzen und zwei Wellensittichen unter einem Dach im Ortsteil Myhl.
Quelle: Amazon.de

Vielen Dank an Claudia Mech, die mir dieses Exemplar zur Verfügung gestellt hat.

Montag, 8. April 2013

"Vollstrecker der Königin - der Baeldin-Mord" von Angelika Diem

Angelika Diem
115 Seiten Printausgabe
Preis: 4,90€
ISBN 9783939727285
Machendel-Verlag
Ebook
Preis: 1,65€


Schon als kleines Mädchen hat Caitlynn es gehasst,wenn die Menschen um sie herum mit ihrem Charisma andere unterdrücken, zum Aufgeben zwingen, ihnen ihren Willen aufdrängen. Eigentlich wollte sie Heilerin werden, doch ein tödliches Ereignis in ihrer Kindheit änderte ihren Plan und so wird sie zur Vollstreckerin. Und obwohl sie noch keine oder nur wenig Erfahrung hat, bekommt sie von ihrem Meister ihren ersten Auftrag. Auf Schloss Baeldin ist eine Zofe ermordet worden.

Meine Meinung

Mit der "Vollstreckerin der Königin" startet hier hoffentlich ein gelungener Mehrteiler, der mich schon jetzt begeistert. Caitlynn, die Hauptprotagonistin, ist Vollstreckerin. Das bedeutet, dass sie Täter, wie hier zum Beispiel einen Mörder sucht, findet und ihm die gerechte Strafe zukommen lässt. Mit Hilfe eines so genannten Schmerzsteins kann sie in ihm die letzten Qualen des Opfers "aufbewahren" und diese bei der Vollstreckung dem Täter zukommen lassen, sodass dieser seine Tat am eigenen Leib erfährt.

Das Ganze ist hier in einer interessanten, fantasievollen Geschichte verpackt, die auf angenehme, förmlich elegante Art und Weise geschrieben ist. Der Verlauf ist bis auf wenige Abschnitte ruhig, aber trotzdem wirkungsvoll geschrieben, der Stil läßt sich toll lesen. Action und Spannung sind hier eher zweitrangig, allein das "Wie" die Vollstreckerin an ihr Ziel kommt, hat mich schon gefesselt. Gut gefällt mir auch Caitlynn an sich mit ihrer sehr zurückhaltenden, besonderen Art, so kann sie sich doch mit Hilfe ihres starken Charismas ihren Gegnern gegenüber sehr wohl behaupten und beeindrucken.

Unterm Strich

Ich bin gespannt auf mehr magische Momente und hoffe, nicht allzulange warten zu müssen. Fürs Gefesselt-sein vergebe ich sehr gerne 5 Sternthaler.

Die Autorin
  • geboren 1968 im schönen Ländle hinter dem Arlberg
  • leidenschaftliche Leseratte (Fantasy, Mystery, Manga, Krimis, historische Romane und vieles mehr...)
  • verschlingt daneben viele Bücher über Japan
  • schrieb ihre ersten Geschichten auf einer alten schweizer Schreibmaschine ohne "ß"
  • verwöhnt ihren rotgetigerten Stubenkater 
  • liebt ihre Arbeit als Lehrerin und Schulbiblothekarin an der VMS Bludenz
  • hätte gern noch mehr Zeit, sich mit Lesern, Autoren und interessanten Menschen im Web auszutauschen
Quelle: Angelika Diem Internetseite

Vielen Dank an die Autorin Angelika Diem, die mir dieses Ebook zur Verfügung gestellt hat.